MAZ-Kommunikationstagung: KI in der PR
KI kann heute weit mehr als Texte schreiben und Bilder generieren. Sie kann Prozesse automatisieren, Wissen strukturieren und ganze Kommunikationsabläufe unterstützen. Doch wie gelingt es, diese Möglichkeiten im Berufsalltag gewinnbringend einzusetzen? Und welche Rolle spielt der Mensch dabei?
Diese Fragen standen im Zentrum der MAZ-Kommunikationstagung «KI in der Public Relations», die das MAZ zum zweiten Mal in Zusammenarbeit mit pr suisse, dem Schweizerischen Public Relations Verband, durchführte. Vier Experten und MAZ-Dozenten zeigten, wohin die Reise geht.
Andreas Von Gunten plädierte dafür, KI nicht länger nur als Chatfenster zu nutzen. Stattdessen sollten Unternehmen ein eigenes, strukturiertes Wissensfundament aufbauen, auf das Menschen und KI-Agenten zugreifen können.
Thomas Besmer zeigte, weshalb in Zeiten einer wachsenden Flut KI-generierter Inhalte eine durchdachte Content-Strategie wichtiger denn je ist. Sein Appell: Weg vom Denken in Kanälen, hin zu relevanten Themen und den Bedürfnissen der Zielgruppen.
Jens Christmann beleuchtete, wie Unternehmen KI über einzelne Pilotprojekte hinaus erfolgreich einsetzen können. Entscheidend seien klare Ziele, geeignete Prozesse und ein messbarer Mehrwert.
Chris Beyeler richtete den Blick schliesslich auf die Zukunft der PR. Seine Botschaft: Während KI immer mehr Aufgaben übernimmt, werden Authentizität, Vertrauen und menschliche Beziehungen zu entscheidenden Erfolgsfaktoren.
Die Tagung machte deutlich: Der grösste Nutzen von KI entsteht nicht durch immer mehr automatisch produzierte Inhalte, sondern durch ihren strategischen Einsatz. Und die menschliche Kompetenz bleibt dabei unverzichtbar.
Beim anschliessenden Apéro nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich auszutauschen und die Diskussionen zu vertiefen.