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Best of Diplomarbeiten

Die «Best-of»-Reihe der MAZ-Diplomarbeiten illustriert das grosse Spektrum von Journalistinnen und Journalisten, die die Diplomausbildung Journalismus am MAZ besuchen: Vom klassischen Print- zum multimedialen Onlinejournalisten über die Radio- und Podcastexpertin bis hin zum Videojournalisten. 

Unsere «Best-of»-Reihe der MAZ-Diplomarbeiten: Sie zeigen das grosse Spektrum von Journalistinnen und Journalisten, welche die Diplomausbildung Journalismus besuchen. Vom klassischen Print- zum multimedialen Onlinejournalisten, über die Radio- und Podcastexpertin bis hin zum Videojournalisten. Ihre Abschlussarbeiten 2021 können sich sehen lassen!

Die Themen reichen vom lesbischen Paar, das sich trotz prekärer Gesetzeslage den Kinderwunsch erfüllt, bis zum Fall internationaler Wirtschaftskriminalität – made im Kanton Wallis. Von der Frau, die mit 30 erfährt, dass sie eine Jenische ist und sich auf die Suche nach ihren Wurzeln macht, über Missstände in der Aargauer Sozial-hilfe bis hin zum Bauernpaar, das im Emmental zwei dunkelhäutige Pflegekinder aufnimmt. 

Hier eine Auswahl der besten Arbeiten. Viel Vergnügen beim Lesen, Hören oder Schauen!

Best of Print

Livia Häberling: «Grosse Schritte auf steinigem Grund»
Ist man in der Lage, den Tod eines Kindes zu verkraften? Ist es möglich, demjenigen zu verzeihen, der für den Tod des Sohnes verantwortlich ist? Livia Häberling beschreibt die Begegnung des Vaters eines Unfallopfers mit dem Unfallverursacher und stellt die Frage nach Schuld und Vergebung. Sie erzählt dies in dichter Sprache und verwebt gekonnt die grundsätzlichen, nicht selten philosophischen Fragen mit dem konkreten Fall. Ein Lesestück, das unter die Haut geht.

Tim Wirth: «Der Kopf schlägt auf – und nichts ist mehr, wie es einmal war»
Anita wurde von einem Pferd abgeworfen, Alina von einem Bus angefahren – beide erlitten eine Hirnverletzung. Sie veränderte das Leben der jungen Frauen auf sehr unterschiedliche Weise. Tim Wirth hat sie getroffen und viele Gespräche geführt. Mit Anita in der Wohngruppe Phönix, mit Alina – die wieder aufs Gymi kann – zuhause. Auch wenn ihr Alltag unterschiedlich verläuft – beide wünschen sich: dass die Anderen sie so annehmen, wie sie sind. 

Best of Online

Leo Eiholzer: «The Wolf of Wallis»
Ein britischer Alpinist macht ein Walliser Bergdorf zum Zentrum seines 160-Millionen-Dollar-Aktienbetrugs. Er wird verraten und verliert alles. Klingt verrückt? Ist es auch. In seinem Online-Beitrag arbeitet Leo Eiholzer den Fall akribisch auf und schöpft dabei das Potenzial von Online aus: Er erzählt nicht nur spannend im Stil von «True Crime», sondern erschliesst die komplexe Thematik mit eigenen, an den Schauplätzen geschossenen Bildern. Er erklärt anhand animierter Videos und belegt seine Recherchen mit im Beitrag zugänglich gemachten Dokumenten. Und er gibt dem User, der Userin erst noch die Möglichkeit, sich weiter zu vertiefen.

Isabelle Dahinden: «Eine Drag Queen und ein Bodybuilder erklären, warum sie 'Manns genug' sind»
Beide suchen sie das Rampenlicht. Claudio als Drag Queen, Alex als Bodybuilder. Ohne Isabelle Dahinden, die die beiden für ihre Arbeit zusammengebracht hat, wären sich die Luzerner wohl nie über den Weg gelaufen. Zu unterschiedlich sind die Welten, in denen sie sich bewegen. Isabelle Dahinden hat die beiden darüber sprechen lassen, was «Mann sein» heutzutage bedeutet. Entstanden sind – auch in Form von atmosphärischen Bildern und Videos – Porträts von zwei Menschen, die zwar ganz unterschiedliche Wege gehen und ganz anders aussehen, sich aber – auch zu ihrer eigenen Überraschung – sehr ähnlich sind.

Best of Audio

Federico La Scaglia: «Spitex- Palliative Care: Seelsorge. Im besten Sinne des Wortes.»
Sandra Blum arbeitet für die Spitex Region Thun in der Palliative Care. Sie hilft Menschen, die unheilbar krank sind, ihren Schmerz zu ertragen, damit sie ein Stück Lebensqualität bewahren können. Sandra Blum hilft auch Herrn C., dem bei einem routinemässigen Gesundheits-Check Speisröhrenkrebs festgestellt wurde und dem in der Folge die Speiseröhre entfernt und die Magenwand verlegt werden musste. 

Federico La Scaglia hat die Spitex-Pflegerin begleitet. Und dabei festgestellt: Es ist ein Unterschied, ob jemand einfach deine Wunden verklebt – oder dich pflegt und deine Seele berührt.  Ein eindrückliches Hörstück mit selbst komponiertem Soundtrack.

Anna Selina Quinter: «Gian Reto: “Negin jungie vul daventar junkie”»
Gian Reto ei dependents da drogas diras – dapi onns. En sia giuventetgna emprova el ora differentas drogas e fa adina puspei terapias per vegnir naven dallas drogas. Igl ein in cumbat liung e dir entochen oz. La schurnalista Anna Selina Quinter viseta el duront ina terapia. Ella mira anavos cun Gian Reto daco ch’el ha entschiet cun drogas, co sia famiglia ha reagau e co Gian Reto vul ussa daventar “clean”. In liung viadi cun bia emoziuns, fetg datier dalla realitad dira d’in dependet da drogas. 

Best of Video

Sofika Yogarasa: «Hau(p)tsache hell»

«Je heller die Haut, desto besser». Solche Aussagen prägen Menschen seit Jahrhunderten – auch in der Schweiz. In einer rassistischen Welt gilt das «Hellsein» als schöner und wird belohnt – selbst unter Schwarzen Menschen und People of Color. Internationale Konzerne nutzen dieses Phänomen und machen mit Bleichcremes Millionen. Sofika Yogarasa porträtiert zwei junge Frauen, die sich diesem Druck nicht mehr beugen und ihre Gesundheit nicht länger aufs Spiel setzen wollen. Denn die Substanzen in den Cremes können Krebs erregen.

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