Reto Vogt neu in der GL des MAZ

Umbrüche in der Medien- und Kommunikationsbranche führen zu zurückhaltendem Buchungsverhalten im Bildungssektor. Das MAZ reagiert mit gezielten Massnahmen: der Professionalisierung der Diplomausbildung Journalismus sowie einer Verschlankung der Organisation, um Qualität, Effizienz und Zukunftsfähigkeit nachhaltig zu sichern.

Strukturelle Verwerfungen in der Medien-, Kommunikations- als auch Bildungsbranche führen seit längerem zu einer neuen Dynamik bei Aus- und Weiterbildungen. Sinkende Zahlen bei Kursbuchungen sind die Folge der neuen Marktverhältnisse.
Bei Verlagen führen rückläufige Werbeeinnahmen und Abo-Erträge zu tieferen Investitionen in die Ausbildung junger Journalist:innen. Auch bei Kommunikationsabteilungen von Unternehmen und Verwaltung gibt es einschneidende Veränderungen: Auf KI zurückzuführende Effekte haben vereinfachte Prozesse und sinkender Personalbedarf zur Folge. Die unsichere geopolitische und ökonomische Gesamtlage trägt ihren Teil bei: Kursanmeldungen werden kurzfristiger geplant oder aufgeschoben, manchmal sogar gänzlich zurückgestellt. Die Summe dieser Entwicklungen ist ein spürbares Defizit.

Stiftungsrat und Geschäftsleitung MAZ reagieren auf diese neue Ausgangslage mit spezifischen Massnahmen. Eine davon ist das eingeleitete Anerkennungsverfahren zur Höheren Fachschule (HF), bei der die Diplomausbildung «Journalismus & Medienkompetenz» auf einen national geregelten und vergleichbaren Abschluss aufgewertet wird. Die ersten Rückschlüsse aus den Kontakten beim zuständigen Bundesamt sind positiv; das Vorhaben wird wohlwollend aufgenommen.
Eine weitere Massnahme betrifft das MAZ als Organisation: Die gewachsenen Strukturen werden schlanker, flexibler und effizienter gestaltet. Das Ziel sind nachhaltig gesenkte Fixkosten und ein geschärftes Kostenbewusstsein. Diese Organisationsentwicklung geht mit einer Stellenreduktion über die gesamte Institution sowie einer neuen Organisation der Geschäftsleitung einher. Die Funktion der Programmleitung (CPO) passt sich der geschärften, an die Marktverhältnisse angepassten Organisationsstruktur an. Neu übernimmt Reto Vogt die Stelle als CPO, bisheriger Studienleiter Digitale Medien und KI. Beat Rüdt, bisheriger CPO, hat sich dazu entschieden, eine neue Herausforderung ausserhalb des MAZ zu übernehmen. Bis zu seinem Weggang unterstützt er den Transformationsprozess und übernimmt das Teilprojekt Rahmenplan Höhere Fachschule der Diplomausbildung Journalismus.

Die ganze Organisationsentwicklung und Transformation werden einige Zeit in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund orientiert sich der Entwicklungshorizont an einem Mehrjahresplan. «Der Stiftungsrat und die Geschäftsleitung handeln aus der Einsicht, dass das MAZ diesen Schritt jetzt noch aus einer Position der Stärke heraus vollziehen kann und dass die Erfolgsaussichten für die eingeleiteten Massnahmen entsprechend gut sind», so Felix E. Müller, Präsident des Stiftungsrats MAZ.

Medienmitteilung

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