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Weiterbildungsinitiative NZZ: Das MAZ ist Kooperationspartner

Die Anforderungen an zeitgemässen Journalismus verändern sich im Zuge der digitalen Transformation rasant. Umso wichtiger ist die ständige Aus- und Weiterbildung in den Redaktionen. Die NZZ lanciert daher eine breit angelegte Weiterbildungsinitiative für die gesamte Redaktion. Die Kurse wurden in Kooperation mit dem MAZ entwickelt.

Datenjournalismus, verändertes Leseverhalten, digitale Recherche oder Verifikation von Inhalten – Medienschaffende sind heute in allen journalistischen Bereichen mit der Digitalisierung konfrontiert. Um diesen professionellen Anforderungen und dem eigenen Qualitätsanspruch auch in einem sich stets wandelnden Umfeld gerecht zu werden, lanciert die NZZ in Zusammenarbeit mit dem MAZ – der Schweizer Journalistenschule eine umfassende Weiterbildungsinitiative. Das Weiterbildungsangebot der jeweils einwöchigen Schulungen ist entsprechend breit. Vier Bereiche stehen insgesamt zur Auswahl: Grundlagen der Digitalisierung, Datenjournalismus, Open Source Intelligence (Osint) und redaktionelle Datenanalyse (Audience).

Im Kurs «Datenjournalismus» geht es unter anderem um die Visualisierung von Daten und um die Frage, wie aus Datenschätzen spannende Geschichten entwickelt werden können. Der «Osint»-Kurs setzt sich aus verschiedenen Perspektiven mit der Frage auseinander, wie öffentlich zugängliche Daten im Internet gefunden, analysiert und verifiziert werden können. Der Schwerpunkt des «Audience»-Kurses liegt auf der Analyse des Leserverhaltens und dessen Auswirkungen auf die journalistische Arbeit. Der «Grundlagen»-Kurs vereint die Basics aus den genannten drei Bereichen. Kursübergreifend wird im Weiterbildungsprogramm zudem Wissen zur digitalen Arbeitsorganisation und zum kollaborativen Arbeiten vermittelt.

«Zur digitalen Transformation gibt es keine Alternative», sagt NZZ-Chefredaktor Eric Gujer. «Für uns ist es daher von strategischer Bedeutung, in welche Richtung die Entwicklung in den nächsten Jahren geht.» Mit dem Weiterbildungsprogramm baue die NZZ das digitale Wissen ihrer Redaktion gezielt weiter aus. «Wir investieren mit dieser Initiative bewusst einen substanziellen Betrag in das Wissen unserer Mitarbeitenden und damit auch in die konsequente Umsetzung unserer Strategie mit Fokus auf Qualitätsjournalismus», so Eric Gujer.

«Die Kurse holen unsere Mitarbeitenden dort ab, wo sie stehen. Niemand soll auf dem digitalen Weg zurückgelassen oder abgehängt werden», sagt Carola Ettenreich, die als stellvertretende Chefredaktorin und Leiterin Operations das Programm mit dem MAZ entwickelt und koordiniert. «Wichtig ist, dass wir das Wissen jedes Einzelnen ausbauen, unabhängig davon, wo er oder sie in der Redaktion arbeitet. Es geht um das Erweitern der vorhandenen digitalen Kenntnisse und das Entwickeln einer gemeinsamen Idee, was Digitalisierung für uns bedeutet», so die stellvertretende Chefredaktorin. In Kooperation mit dem MAZ habe man daher vier auf die NZZ zugeschnittene Kurswochen entwickelt. Ziel sei es, dass alle Mitarbeitenden aus der Redaktion an mindestens einer dieser vier Kurswochen teilnehmen.

Martina Fehr, Direktorin MAZ, ergänzt: «Die gezielte und massgeschneiderte Ausbildungsoffensive der NZZ ist einzigartig. Es freut uns sehr, dass wir mit unserer Expertise und unserem Know-how einen Beitrag zur digitalen Transformation leisten, dass wir Journalistinnen und Journalisten der NZZ auf diesem Weg aktiv begleiten können.»

Beginn der Kurse ist Anfang nächsten Jahres.

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