Tutorial Webauftritt


Eigene Web-Präsenz:
Grundlagen, Tipps und erste Schritte

 

Als Studierende der MAZ-Diplomausbildung müsst ihr einen eigenen Webauftritt bewirtschaften. Das, weil es unserer Meinung nach heutzutage dazugehört, dass man als Journalistin oder Journalist einen professionellen Auftritt im Netz hat. Die Erfahrung zeigt, dass ein eigener Webauftritt bei der Jobsuche ein grosser Vorteil ist.

 

Der Webauftritt ist an zwei Leistungsnachweise gebunden. Einer wird nach dem ersten und einer nach dem zweiten Studienjahr erbracht. Mehr Infos zu den Anforderungen findest du im Dokument «Leistungsachweise» (nach Vertiefungsrichtung aufgeschlüsselt) im myMAZ-Download-Bereich. Die Termine, die du einhalten musst, sind ebenfalls auf myMAZ auf der Timeline zu finden.

 

Wo bekommt ihr Hilfe her? 

Dass ihr euren Webauftritt selber aufsetzen müsst, geschieht in voller Absicht. Wir glauben, dass es im Umgang mit webbasierten Tools wichtig ist, dass man lernt, wie man sich selber Neues beibringt. Das Netz ist voller Hinweise und Tipps. Auf Google findet ihr auf ziemlich jede Frage (am besten auf Englisch) eine Antwort. Falls ihr noch ganz am Anfang steht und nach einer Schritt-für-Schritt-Anleitung sucht, hier drei in deutscher Sprache:

·       Keyword Monitor

·       Elbnetz

·       gefragtsein

 

Wir lassen euch nicht hängen. Unten findet ihr folgende Hilfestellungen (alles auf einer Seite und dadurch mit Volltextsuche durchsuchbar):

1.     Eine Anleitung in vier Schritten, wie ihr euren Webauftritt selber aufsetzen könnt. 

2.     Eine Übersicht zu den Funktionen des Dashboards 

3.     Wichtige Infos zu Themes

4.     Wichtige Infos zu Plugins

5.     Passwortgeschützt Beiträge und Suchmaschinen

6.     Ein Glossar

7.     FAQ

 

Falls ihr hier oder im Netz keine Antwort gefunden habt, könnt ihr sie in der geschlossenen Facebook-Gruppe eures Jahrgangs stellen. Vielleicht hat ja eine Kollegin oder ein Kollege die selbe Frage. Wenn ihr Alexandra (Studienleiterin, Verantwortliche für alle Kurse zu Multimedia und Online) und/oder Angelo Zehr (Kursleiter zum Thema Publizieren im Web) tagged, bekommt ihr auch von uns beiden Antwort.  

 

Und für all diejenigen, die trotz aller Hilfe nicht weiterkommen, gibt es noch den Kurs «Der eigene Webauftritt - Werkstatt». Dort arbeiten wir an technischen Problemen genau so wie an Fragen zur Struktur und dem Look.

  


1. In vier Schritten zum eigenen Webauftritt

Schritt 1: Was will ich?

Für den Kurs am MAZ muss deine Website folgende Möglichkeiten bieten:

 

  • Text einfügen und anzeigen
  • Fotos einfügen und anzeigen, inkl. Bildlegende
  • Eine Fotostrecke einfügen und anzeigen, inkl. Bildlegenden
  • Audio einfügen und abspielen
  • Videos aus bekannten Kanälen (YouTube, Vimeo, etc.) einbinden und abspielen (dazu braucht es meistens auch einen persönlichen Account)

 

Der schnellste Weg ans Ziel hierfür ist WordPress. Das ist ein sogenanntes Content Managing System (CMS), das es dir erlaubt, ohne Programmierkenntnisse eine Website auf die Beine zu stellen.

WordPress gibt es in zwei Varianten: wordpress.com und wordpress.org.

Dieser kleine aber feine Unterschied stellt dich vor die erste wichtige Entscheidung:

 

Wie individuell soll meine Seite sein?

Um verständlich zu machen, was der Unterschied zwischen den beiden Varianten ist, mache ich einen Vergleich: Wenn WordPress ein Auto wäre, dann wäre wordpress.com das Mobility-Abo und wordpress.org das eigene Auto.

 

Bei wordpress.com mietest du dich für 4 €/Mt. ein. Das ist günstiger als ein eigenes Auto und hat diverse Vorteile: Du musst dich um nichts kümmern, das Auto wird regelmässig gewartet und du musst nicht einmal einen Parkplatz für dein Auto organisieren. Im Gegenzug musst du zwischen 5 verschiedenen Autos wählen. Du möchtest aber den neuesten BMW? Tja, gibt’s hier nicht.

 

Den bekommst du nur mit wordpress.org. Hier kannst du alles wählen: Welches Modell, welcher Motor, welche Felgen, welche Farben? Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, aber im Gegenzug musst du dir das eben genau überlegen und je nachdem besorgen.

 

Auf deine Website übersetzt heisst das: WordPress.com kümmert sich um alles technische und speichert alle deine Daten bei sich (in Amerika). Im Gegenzug musst du dich für eines der 368 angebotenen und zum Teil kostenpflichtigen Layouts (auch Themes genannt) entscheiden. Wenn du dann aber das eine Bild etwas grösser möchtest, als vorgegeben, wird’s schwierig. Die Individualisierungsmöglichkeiten sind beschränkt.

 

Bei WordPress.org installierst du dir deine eigene Version dieses Programms. Du kannst darin kleine Zusatzprogramme, sogenannte Plugins, und eigene Themes (es gibt zigtausende) installieren und alles genau nach deinen Bedürfnissen anpassen. Sämtliche Daten liegen in der Schweiz. Das Ganze kostet dich etwas mehr, aber auch kein Vermögen (60-100 Fr./Jahr).

 

Unsere Empfehlung

Wir empfehlen dir für diesen Kurs wordpress.org. Und zwar deshalb, weil du ja hier auch etwas lernen willst. WordPress.com kann jeder. Es ist etwa so kompliziert, wie sich einen Twitter-Account anzulegen. Du stösst dort aber rasch an Grenzen. Die gute Nachricht: Du kannst auch mal schauen, wie weit du kommst. Von wordpress.com kannst du relativ leicht auf wordpress.org umsteigen. Allerdings solltest du dir bewusst sein, dass du mit folgenden Einschränkungen leben musst:

 

  • Gratis erhältst du nur eine URL, die in etwa so aussieht (also nicht wirklich «deine Site / URL» darstellt)
    www.vorname-nachname.wordpress.com
  • Du zahlst bei wordpress.com viele Zusatzdienste (eigene «saubere» URL, Video, Fotos, Audio), was insgesamt viel teurer kommt, als wenn du dir von Anfang an bei einem Hoster selber eine Domain einrichtest (siehe unten). Zudem hast du bei wordpress.com nur 3 GB Platz – das reicht mit Audio und Audioslideshows nicht sehr weit. Willst du mehr, zahlst mindestens 40.- Fr. / Jahr.
  • das bezahlst du auch, dass nicht fremde Werbung in deinen Blog geschaltet wird.
  • Falls du dir noch unsicher bist: Lies hier mehr zum Thema.

Ähnliches gilt für tumblr.com und blogger.com.

Nun bist du sicher schon ganz gwundrig, wie du denn nun zu deinem eigenen Auto, äh pardon, Website kommst. Also los geht’s:

 


Schritt 2: Vertrag abschliessen

Als erstes brauchst du einen sogenannten Hoster. Das ist eine Firma, bei der du deine Website betreiben kannst. Das ist nicht gratis, sondern kostet zwischen 50 und 100 Franken im Jahr.

In der Schweiz gibt diverse Anbieter. Für eure Bedürfnisse reicht jeweils das günstigste Angebot. Die bekanntesten Hoster sind:

 

  • Hostpoint (Standard für 12.90 Fr./Mt.)
  • Hoststar (StarEntry für 5.90 Fr./Mt.)
  • Cyon (Single für 9.90 Fr./Mt.)
  • Unaxus (Start 5.95 Fr./Mt.)
  • Metanet (Metahost für 6.70 Fr./Mt.)

Beim Abschliessen des Vertrages kommst du an den nächsten wichtigen Punkt.

 


Schritt 3: Domain kaufen

Jetzt kommt der Punkt, an dem du festlegst, unter welcher Adresse (Domain) deine Website auffindbar sein wird.

Vorsicht, nicht einfach hier einsteigen. Kauf deine Domain gleichzeitig zusammen mit einem Hosting (siehe Punkt 2).

Ich empfehle grundsätzlich:

www.vornamenachname.ch oder www.vorname-nachname.ch

 

Sind diese bereits vergeben, kannst du abklären, ob es für deinen Namen noch andere Domain-Endungen (z.B. .com, .info, .net) frei sind. Falls dein Hoster dir keine solche Übersicht bietet, kannst du deinen Namen bei Hostpoint eintippen und dort schauen, welche Alternativen noch frei sind.

 

Falls du nicht glücklich wirst, mit diesen Alternativen, überlege dir ob du vielleicht mit dem Buchstaben deines Vornamens und deinem Nachnamen weiterkommst. Weiche aber nicht auf Fantasienamen aus, das wirkt unprofessionell.

 

Die Kosten für die Domain (10-15 Fr./Jahr) bezahlst du ebenfalls an deinen Hoster.

 


Schritt 4: WordPress installieren

Sobald du die Formalitäten mit dem Hoster geregelt hast und dich einloggen kannst, beauftragst du deinen Hoster mit der Installation von WordPress. Das läuft nicht bei jedem Hoster gleich ab.

 

Hostpoint

Hier befindet sich die Installation unter Services → Applikationen → WordPress

 

Hoststar

Hier befindet sich die Installation unter Hosting → Software → WordPress

 

Cyon

Hier befindet sich die Installation im Scriptcenter → Apps → WordPress

 

Metanet

Hier befindet sich die Installation im Scriptcenter → Applikationen→ WordPress

 

Unaxus

Hier konnte ich keine Anleitung ausfindig machen. Es kann sein, dass du bei diesem Hoster WordPress selbst installieren musst. Eine Anleitung dazu findest du via Google.

 

Tipp: Wenn du im Laufe des Installationsprozesses ein kryptisches Passwort erstellt bekommst, kopiere dies sofort und speichere es für den Moment irgendwo ab. Sonst kannst du, wenn du Pech hast, nochmal von vorne anfangen.

 


Fertig

Yay! Du hast es quasi geschafft! Du hast jetzt deine eigene WordPress-Site online.

 

Der Link zur ersten Anmeldung ist in der Regel:

www.deine-domain.ch/wp-admin

 

Die Login-Informationen solltest du von deinem Hoster im Laufe der Installation erhalten haben.

 

 


2. Dashboard

Das «Dashbord» ist dein Pilotensitz. Von hier aus wird alles gesteuert. Du wirst darauf hingewiesen, dass das Passwort automatisch generiert wurde. Und du es ändern kannst. Wo? Entweder über den direkten Link, oder aber in der linken Navigationsleiste unter «Benutzer». Es empfiehlt sich jedoch, einen neuen Benutzer anzulegen. Mehr etwas weiter unten.

 

Die linke Navigationsleiste:

 

Home: Bereits erklärt = Pilotenkanzel
Aktualisierungen: Hier wird automatisch angezeigt, wenn WordPress, eines der Themes oder ein Plug-In ein Update erhalten hat.

 

 

 

Alle Beiträge: Gibt dir im Laufe der Zeit einen Überblick über alle von dir erstellten Posts (so heissen die «Beiträge» im Jargon)
Erstellen: Erstellt dir eine leere Eingabe-Maske für einen neuen Beitrag
Kategorien: Gibt dir die Möglichkeit, deine Beiträge in grobe Themenkreise zu sortieren. Du kannst später aus diesen Kategorien auch eine Navigation erstellen
Schlagworte: Auf englisch auch «Tags» genannt. Stell dir darunter jene Worte vor, die ein User bei Google in der Suchmaske eingeben würde, z.B. «Grossbrand» «Luzern» «Kapellbrücke». Diese sog. «keywords» helfen, damit dein Beitrag auf Google auch gefunden wird. Diese Tags werden jeweils im einzelnen Beitrag erstellt.

 

 

 

Medienübersicht: Hier tauchen mit der Zeit alle Dateien auf (Bilder, Audios, PDF, DOC) die du zu den Beiträgen hinzugefügt hast.
Datei hinzufügen: ist eine Möglichkeit, Dateien hochzuladen. Meistens wirst du dies jedoch aus dem Beitrag heraus direkt machen, und dazu gibt es einen anderen Button

 

 

 

Alle Seiten: Hier werden mit der Zeit alle erstellten Seiten aufgeführt
Tipp: Eine Seite und ein Beitrag unterscheiden sich insofern, als dass in der Regel «Seiten» benutzt werden, um statische Inhalte darzustellen (Angaben zu deiner Person, Idee hinter dem Auftritt, Impressum, etc.).
Im Gegensatz dazu erscheinen unter «Beiträge» in chronologischer Reihenfolge die einzelnen Inhalte. Diese werden auf einem Stapel geschichtet, der aktuellste Beitrag immer zuoberst.

 

 

 

Hier werden mit der Zeit alle Kommentare auftauchen, die von Besuchern deiner Seite angebracht werden.

 

 

 

«Themes»: Das sind die «Kleider» deines Auftritts. Sie entscheiden, wie deine Site aussieht. In der Grundinstallation sind zwei «Themes» schon mal eingefügt. Du kannst jederzeit neue «Themes» installieren. Im Netz gibt es Zehntausende Gratis- und sog. Premium-«Themes» (die dann etwas kosten). Empfehlung: Beginn mal mit ein paar einfachen Gratis-“Themes, damit du die Unterschiede siehst, bevor du dich für ein kompliziertes «Theme» (das evtl. kostet) entscheidest.
Anpassen: Hier kannst du den Seitentitel, den Untertitel und je nach «Theme» weitere Einstellungen verändern. Achtung: Diese Veränderungen betreffen jeweils nur das ausgewählte «Theme». Wählst du ein anderes «Theme», muss du diese Einstellungen im neuen «Theme» erneut vornehmen.
Widgets: Das sind «Programmteile» die sich je nach «Theme» in einer Seitennavigation oder dem «Footer»-Bereich installieren lassen. Die Platzierung der einzelnen Inhalte ist je nach «Theme» verschieden, und nicht alles ist in jedem «Theme» möglich. Ausprobieren.
Menüs: Hier kannst du deine eigenen Navigation zusammenstellen, z.B. aus deinen «Kategorien» eine horizontale Navigation, oder aus deinen Seiten (Angaben zur Person) eine Navigation für in die Seitenleiste.
Editor: Hier könntest du das «Theme» anpassen. Am Anfang solltest du hiervon die Finger lassen;-)

 

 

 

Installierte «Plug-ins»: Definition: «Plug-ins» sind kleine Hilfsprogramme, welche dir das arbeiten mit WordPress erleichtern, resp. dem CMS neue Möglichkeiten zur Verfügung stellt.
Im gesamten WordPress-Universum wurden bisher fast 30‘000 Plug-Ins geschrieben. Es gibt für fast jede Spezialaufgabe ein «Plug-In». Es ist auch sehr zeitaufwendig, das für die eigenen Bedürfnisse wirklich taugliche Plug-In zu finden…
Installieren: Über diese Maske lassen sich neue «Plug-Ins» suchen, hochladen und installieren. Sie müssen zum Abschluss auch noch aktiviert werden.
Editor: Über diese Schnittstelle kann man im Quellcode der «Plug-Ins» Änderungen vornehmen. Hier gilt: Erst mal Finger weg!

 

 

 

Alle Benutzer: WordPress ist eine Redaktions-Software, hier könnten also auch KollegInnen mitschreiben. Je nach Aufgabe könntest du ihnen mehr oder weniger Möglichkeiten zur Verfügung stellen. Im Moment lassen wir das mal beiseite.
Wichtig ist: Erstelle via «Neu hinzufügen» einen neuen Benutzer – und zwar einen Administrator für dich! Grund: Viele lassen den Benutzernamen, also «admin», stehen und nutzen diesen Zugang weiterhin. Das ist ein Einfallstor für Angriffe auf deine Site!

 

 

 

Allgemein: Grundeinstellungen von Titel und Untertitel (Claim) bis Uhrzeit.
Schreiben: würde ich erst mal so belassen
Lesen: Würde ich erst mal so belassen. Der unterste Punkt: «Verbietet Suchmaschinen die Website zu indexieren» würde ich ein Häkchen setzen. Wir sind ja am Anfang noch am üben, das muss nicht in der Öffentlichkeit (der Suchmaschinen) geschehen. Wer die URL kennt, kann den Auftritt aber bereits sehen.
Diskussion: Kann alles so stehen gelassen werden, ausser: bei «Bevor ein Kommentar erscheint» – Haken setzen bei: «Der Kommentar muss manuell bestätigt werden». Damit hast du die grösstmögliche Sicherheit, damit du nicht (aus welchem Grund auch immer ) mit Müll zu-kommentiert wirst.
Medien: Hier geht es vor allem um die Grössen der Vorschaubilder. Diese Einstellungen sind abhängig vom «Theme», das du verwendest. Am Anfang würde ich die Grundeinstellungen so belassen.
«Permalinks»: Bitte von Anfang an gleich auf die Option «Beitragname» setzen. Das ist die beste Art, später im Netz gefunden zu werden.
Je nach «Plug-In», das später hochgeladen wird, können in der linken Seitenleiste oder unter Einstellungen noch weitere Menüpunkte dazukommen.

 

 


3. Themes

Themes sind etwas vom wichtigsten innerhalb von WordPress, denn sie definieren, wie deine Seite aussieht. Praktisch alle Einstellungen, welche die Gestaltung, Darstellung, Aussehen von deiner Website steuern, sind in diesen Themes definiert. Es gibt tausende von verschiedenen Themes. Viele sind gratis, doch die Qualität variiert stark.

 

Die Vorinstallierten

Wenn ihr auf Design → Themes → Hinzufügen geht, könnt ihr euch dort durch 2260 bewährte und von WordPress geprüfte und für gut befundene Themes durchprobieren. Ihr müsst sie nicht einmal installieren, sondern könnt auf Vorschau klicken, und sieht direkt wie eure Inhalte mit dem entsprechenden Theme aussehen würden.

 

Tipp: Versuche auf die Standard-Themes von WordPress (twentyeleven-twentysixteen) zu verzichten. Sie sind enorm verbreitet und wirken dadurch beliebig und eher unprofessionell.
Diese Themes werden regelmässig von Profis auf den neusten Stand aktualisiert. Nicht alle sind für Journalisten gleich gut geeignet.

 

Vorteil: Ihr kommt schnell zu einem soliden Theme

Nachteil: Deine Seite sieht ähnlich aus wie hunderttausend andere

 

Die Individuellen

Auf der Welt gibt es hunderte von Programmierern, die Themes verschenken oder verkaufen. Wenn ihr bei den oben erwähnten Themes keines findet, das euren Vorstellungen entspricht, müsst ihr euch auf die aufwändige Suche nach einem passenden Theme machen. Die Google Suche nach «Wordpress Theme» liefert 26’000’000 Ergebnisse.

 

Tipp: Bevor ihr euch auf diese Suche begebt: Überlegt euch, wonach ihr sucht. Wie soll euer Theme aussehen? Viele Themes sehen schön aus auf den ersten Moment weil sie mit grossen Bildern arbeiten. Dort müsst ihr dann aber auch richtig gute Bilder platzieren. Habt ihr diese? Und habt ihr die nötigen Rechte am Bild? (Lesestoff)

 

Zwei grosse Anbieter von günstigen und zum Teil professionellen Themes sind Themeforest und Templatemonster. Gewisse Themes sind aber nicht auf Deutsch übersetzt, was dazu führen kann, dass gewisse Teile deiner Website plötzlich Englisch sind. (z.B. «Read more»)

 

Tipp: Nicht jedes Theme, das kostet, ist auch hochwertig. Umgekehrt ist nicht jedes, das gratis ist, schlecht. Hier einige Anbieter, die mir günstig und gut erscheinen:

 

 


4. Plugins

Plug-Ins sind kleine Subprogramme, welche die Möglichkeiten von WordPress enorm erweitern. Es gibt tausende davon, hier einige der wichtigsten:

 

Gegen Spam

Vorinstalliert in WordPress ist Akismet. Um diesen Filter zu aktivieren, muss man sich bei wordpress.com registrieren. Dann wird einem ein persönlicher Schlüssel-Code ausgestellt.

Wer diesen etwas aufwändigeren Weg nicht gehen möchte, kann einerseits die Kommentare auf der Seite ganz abschalten (wird nicht empfohlen):

Oder auf ein anderes Plugin setzen:

 

Bilder-Galerie

WordPress hat eine rudimentäre Galerie-Einrichtung. Zusätzliche Plug-Ins helfen, eine Galerie zu erstellen, resp. in einer «Lightbox» attraktiver darzustellen.

 

Audio, Video

WordPress unterstützt Audios Videos sowohl als Datei als auch via Soundcloud, Youtube oder Vimeo auch ohne Plugins sehr gut.

 

Suchmaschinenoptimierung

Oder Englisch: Search Engine Optimization (SEO) genannt. Diese Plugins helfen dir dabei, dass deine Seite via Google gut gefunden wird.

 

Statistiken

Ihr möchtet sicher wissen, wie viele Leute auf eure Seite so zugreifen. Google Analytics ist das am weitesten verbreitete Tool dafür.

  1. Erstellt bei Google-Analytics ein Konto
  2. Tragt eure Website als «Neue Property» ein
  3. Kopiert die Tracking-ID (z.B. UA-123456-1)
  4. Installiert das dazugehörige Plugin und aktiviert dieses
  5. Fügt die Tracking-ID unter Einstellungen → Google Analytics ein

 

Daraufhin könnt ihr bei Google Analytics auf alle Zahlen zugreifen. Wenn ihr diese Statistiken in eurem WordPress-Admin-Bereich sehen möchtet, gibt es Plugins, die weiterhelfen:

 

Kontaktformular

Ich würde dir Empfehlen, klassische Kontaktwege wie Mail oder auch Handy auf deiner Website zu vermerken. Ich habe das seit Jahren und habe noch nie unerwünschte Post oder Anrufe erhalten. Ich denke ihr kennt es von euch selbst auch: Kontaktformulare sind relativ mühsam zu bedienen und man ist sich nie sicher, ob die Nachricht ankommt. Wenn ihr trotzdem eins wollt:

 

Social Media

Diese Plugins fügen unter eure Artikel eine Reihe von Buttons ein, sodass er einfacher in den sozialen Medien geteilt werden kann.

 

Wartungsmodus

Wenn du möchtest, dass Besucher ein «In Arbeit» oder «Coming soon» zu sehen bekommen, kannst du dies mit dem Plugin Maintenance Mode einrichten.

 

 


5. Passwortgeschützte Beiträge und Suchmaschinen

 

Was kann ich tun, damit meine ersten Übungen nicht öffentlich einsehbar sind?

Solange du deine Website mit niemandem teilst, sieht deine Seite in der Regel niemand. Danach kannst du einzelne Posts unter Veröffentlichen → Sichtbarkeit mit einem Passwort schützen. 

 
Suchmaschinen

Wenn du nicht möchtest, dass Leute zufällig auf der Seite landen, wenn sie zum Beispiel nach deinem Namen googeln, kannst du dies einstellen. Geh links im Menu unten auf Einstellungen → Lesen und setze bei «Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren.» das Häkchen. So wird deine Seite von den Suchmaschinen nicht indexiert.

 

 


6. Glossar

Falls du einen Begriff nicht verstanden hast, findest du hoffentlich hier die Erklärung.

CMS Content Managing System. Überbegriff für Tools, die dir helfen, ohne Programmierkenntnisse eine Website zu erstellen. Unser CMS heisst WordPress.
Server Ein Computer, der 24/7 am Internet angeschlossen ist. Auf diesem werden alle Dateien und Informationen deiner Website gespeichert.
Hoster Betreiben diese Server. Du musst bei ihnen ein Abonnement (ca. 60.-/Jahr) abschliessen. Sie richten dir ein Standard-Wordpress auf, das du dann für deine Zwecke anpassen kannst.
FTP File Transfer Protocol. Es kann vorkommen, dass du Dateien direkt auf deinen Server laden möchtest. Die dazu nötige Verbindung zu deinem Server baust du über FTP auf.
FTP-Client Mit diesen Programmen baust du die FTP-Verbindung zu deinem Server auf. Sie sind gratis. Für Mac OS empfehle ich Cyberduck und für Windows Filezilla.
URL /
Domain
So bezeichnet man Internet-Adressen wie z.B. www.maz.ch. Du brauchst ebenfalls eine (ca. 12.- Fr./Jahr), dass deine Website auffindbar ist. Du kannst sie bei deinem Hoster kaufen.
Theme WordPress-Themes definieren, wie deine Seite aussieht. Man installiert sie und aktiviert sie unter Design → Themes
Responsive  Bedeutet, dass ein Theme auf verschiedene Bildschirmgrössen optimiert wurde. Seiten sehen dadurch auf dem Desktop und auf dem Smartphone schön aus. Das ist heutzutage mehr oder weniger standard.

 

 


7. FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einem Blog und einer Website?

Die Unterschiede sind fliessend. Die Tools dahinter sind dieselben (ein CMS, z.B. Wordpress). Ein Website ist eher statisch, ein Blog verändert sich schneller. Bei einem Blog sind die neusten Einträge zuoberst, bei einer Website können Anpassungen überall gemacht werden. Websites werden eher dafür eingesetzt, um sich und sein Portfolio zu präsentieren. Bei Blogs geht es meist um ein Thema. Die meisten Leute haben eine gemischte Form. Wir am MAZ sprechen deshalb vom «Webauftritt».  

 
Muss es WordPress sein?

Nein. Wenn du Kenntnisse auf einem anderen CMS hast: nur zu! Deine Site kann mit jedem heute gängigen Content Management System (CMS) eingerichtet werden. Zum Beispiel:

WordPress nutzen und empfehlen wir am MAZ aus verschiedenen Gründen. Man kommt in der Regel ohne Programmierkenntnisse zu den besten Ergebnissen. Ausserdem:

  • Mittlerweile wird WordPress auf rund 20 Prozent aller Websites im Internet eingesetzt, weil es so vielseitig ist.
  • WordPress ist gratis, wird von Hostern kostenlos eingerichtet.
  • Es hat eine grosse Community von Entwicklern und «Helfern», die Tipps geben.
 
Was ist, wenn ich schon einen Webauftritt habe? 

Wenn Du schon einen Webauftritt hast, kannst du auch den weiter entwickeln. Was uns aber wichtig ist: Dein Webauftritt soll dich als Journalist, Journalistin zeigen. Falls du also einen privaten Blog hast zu einem Hobby oder anderen privaten Thema hast, empfehlen wir dir, gut zu überlegen, ob du dir nicht einen weiteren professionellen Auftritt, zulegen möchtest. Falls du unsicher bist, kannst du dich bei Alexandra melden.  

 

Welche Programme und Geräte benötige ich?

Für die ersten Schritte reicht ein Rechner, Laptop oder Notebook neueren Datums mit Standard-Software (Tablets sind ungeeignet). Blogs werden direkt über den Browser betrieben. Viele ausreichende Multimedia-Programme gibt es gratis als Download:

Anwendung Fotobearbeitung Audio Video
Windows Photoshop, Gimp Audacity Windows Movie Maker
Mac Gimp Audacity

iMovie

 

 

Warum brauche ich eine eigene URL?

Für den Menschen des 21. Jhd. empfiehlt es sich, eine eigene digitale Adresse in Netz zu haben. Für Medienschaffende ist es schon fast Pflicht. Es ist dein wachsendes Portfolio, deine persönliche Publikationsplattform, und wird mit der Zeit zu deinem journalistischen Profil.

 

Ich habe schon eine URL. Kann ich einen anderen Hoster wählen?

Natürlich. Du musst beim bestehenden Domain-Verwalter den Eintrag «Nameserver» verändern. Das kannst du selber, jeder Hoster geht aber ein bisschen anders vor. Erkundige dich beim Hoster, der deine Domain verwaltet ‑ oder besser: lies zuerst dessen FAQ-Angaben.