Die Analphabetenrate liegt in China bei 16%.
Von den unter 35 jährigen können 5,5% nichts
mit Schriftzeichen anfangen. Vor allem der
Mangel an finanziellen Ressourcen verhindert die
Verwirklichung des Rechts auf Bildung.
von Ivana Kardosch
Bildung für alle!
Dieses Ideal hatte sich die chinesische
Regierung vor zwanzig Jahren auf die Fahne
geschrieben. Das Land hat sich in den letzten
Jahren wirtschaftlich stark verändert und will
auch für solide Bildung sorgen.
Erziehung diente in China seit jeher der moralischen Bildung. Moderne
Fachkenntnisse wurden erstmals unter
westlichem Einfluss Ende des 19. Jahrhunderts in
das Bildungswesen aufgenommen, verschwanden in der Volksrepublik
aber wieder. Unter Mao lautete das Bildungsideal
nämlich „rot und fachkundig“. Die
politische Bewusstseinsbildung wurde nach 1949 für
wichtiger erachtet als die Vermittlung von
Fachkenntnissen. Die Konsequenzen waren
folgende:
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