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Neue Struktur für die Diplomausbildung Journalismus

Gebündelt, besser verzahnt, intensiver – Das MAZ gestaltet das Kursangebot der Diplomausbildung neu und verstärkt das Coaching der Studentinnen und Studenten.

Ab Studienstart 2020 absolvieren die Studierenden der Diplomausbildung Journalismus ein Drittel der 90 Kurstage in drei Blöcken. «Dadurch können wir Inhalte besser verzahnen und Synergien schaffen. Das führt zu einem intensiveren Unterricht und einer besseren Qualität», sagt Dominique Strebel, Hauptstudienleiter der Diplomausbildung Journalismus. «Mit der engeren Begleitung der Studierenden können wir gewährleisten, dass sie einen Platz in der Branche finden, der ihnen auch eine längerfristige Perspektive eröffnet.»

 

Von diesen Änderungen profitieren die Studierenden sowie auch die ausbildenden Redaktionen. «Insbesondere vom ersten Block, der ganz zu Beginn des Studiums durchgeführt wird, versprechen wir uns einen grossen Mehrwert», sagt Strebel. In diesem Block lernen die Studierenden das grundlegende Nachrichtenhandwerk. «Wenn sie nach drei Wochen am MAZ auf die Redaktion kommen, sind sie voll einsatzfähig», ist er überzeugt.

 

Im zweiten Block steht multi- und crossmediales Grundhandwerk im Zentrum, der dritte Block widmet sich der vertieften Recherche sowie dem Storytelling und soll die Studierenden befähigen, eigene Geschichten zu finden und sie gut zu erzählen. Die drei Blöcke werden im ersten Studienjahr absolviert.

 

Während im ersten Jahr Grundlagen und Vertiefung insbesondere auch im eigenen Medium im Zentrum stehen, rückt im zweiten Jahr dann das eigene Profil in den Fokus. «Wir sehen, dass diejenigen Studierenden auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen haben, die etwas besonders gut können», sagt Strebel. Das könne etwa Nachrichten-, Recherche- oder Lokaljournalismus sein, erklärt Strebel. «Wir unterstützen die Studierenden deshalb in enger Absprache mit der Redaktion und den Mentorinnen und Mentoren bei der Entwicklung eines Profils.»

 

Mit diesen Neuerungen hat das MAZ die im Herbst 2018 begonnene Weiterentwicklung der Diplomausbildung abgeschlossen. Daran mitgewirkt haben neben dem Team der Diplomausbildung auch verschiedene Redaktionen, die im Verlauf der Arbeiten wertvolles Feedback gegeben haben.

 

Für weitere Fragen stehen zur Verfügung:

 

Die Änderungen im Überblick

Was ändert sich?

Wir bündeln Pflichtkurse

Rund die Hälfte der Pflichtkurse werden thematisch in drei Blöcke zusammengefasst:

  • Von der Aktualität zur Nachricht (15 Tage, zu Beginn des Studiums)
  • Multi- und Crossmedia (10 Tage im Sommer)
  • Vom Thema zur eigenen Geschichte (10 Tage im Herbst)

 

Der Rest der Pflicht- sowie alle Wahlkurse können wie bis anhin von den Studierenden selber gebucht werden. Durch die Bündelung können wir Inhalte, die bislang in voneinander unabhängigen Kursen vermittelt wurden, besser verzahnen und schaffen dadurch Synergien.

 

Wir unterstützen die Studierenden bei ihrer Spezialisierung

Wir konzentrieren Grundlagen und Vertiefung (insbesondere auch in den Kanälen) auf das erste Jahr, das zweite Jahr sollen die Studierenden insbesondere zur Entwicklung eines eigenen Profils nutzen.

 

Wir verbessern die Betreuung der Studierenden und die Vernetzung mit den Redaktionen

Die Studienleiterinnen und -leiter sorgen in den Blöcken für den roten Faden, verstehen sich noch mehr als bis jetzt als Bindeglied zwischen Schule und Redaktion. Sie unterstützen die Studierenden im zweiten Jahr darin, ein eigenes Profil zu entwickeln.

 

Was umfassen die Blöcke genau?

Von der Aktualität zur Nachricht

Basis-Handwerk und Haltung. Wie wird aus einer Pressemitteilung eine Nachricht? Wie aus einer Medienkonferenz ein Bericht? Wie verifizieren wir Fakten und stellen sicher, dass wir uns nicht vor den Karren spannen lassen? Wie formulieren wir verständlich?

 

Multi- und Crossmedia

Basis-Handwerk im Umgang mit Fotos, Grafiken, Bewegtbildern, Tönen.

 

Vom Thema zur eigenen Geschichte

In diesem Block stehen eigene Recherchen und Storytelling im Zentrum. Wie finden wir interessante Themen, was braucht es, damit die Geschichte ihr Publikum findet und es fesselt?

 

Was bleibt gleich?

Kursinhalte

Themen, Dauer

 

Ausbildungsdauer

2 Jahre

 

Anzahl Kurstage

90 Tage

 

Verbindung mit Praxis

berufsbegleitendes Volontariat / Praktikum ist obligatorisch

 

Dozentinnen und Dozenten aus der Praxis

 

Kleine Gruppe

handwerkliche Kurse maximal 8 Teilnehmende, andere Kurse maximal 16 Teilnehmende

 

Warum haben wir das gemacht?

Unsere Studierenden sind in der Praxis stark gefordert. Mit dem ersten Block, der gleich zu Beginn des Studiums absolviert wird, können wir ihnen ein optimales Rüstzeug für den Start ins Volontariat geben. Und für die Arbeitgeber können wir gleich zu Beginn einen sehr grossen Mehrwert schaffen. Die Kurse in Blöcke zu bündeln ermöglicht es uns, intensiv mit den Studierenden zu arbeiten, die bei kürzeren Kursen sehr oft mit Arbeiten aus den Redaktionen belastet sind. Und nicht zuletzt erlauben uns Blöcke, Kursinhalte flexibler zu bündeln als bisher.

 

Was erwarten wir von den Änderungen?

Dadurch, dass wir am Stück mit den Studierenden an Themen arbeiten können und verschiedene Aspekte besser verknüpfen können, erwarten wir, dass die Qualität der Auseinandersetzung steigt. Da wir Synergien nutzen können, hoffen wir, dass die Studierenden tiefer in Themen eintauchen und mehr üben können.

 

Ab wann gelten diese Änderungen?

Ab dem Studiengang 2020-22, der im März 2020 startet. Man kann sich übrigens schon dafür anmelden.