News


MAZ-Jahresbericht 2018

«Le Matin-Print eingestellt», «Massiver Stellenabbau bei SDA», «TagesWoche nach sieben Jahren am Ende». Es waren Schlagzeilen wie diese, die uns 2018 beunruhigt haben. Denn die Krise setzte sich nicht unvermindert, sondern beschleunigt fort. Und wir sind uns im Klaren darüber, dass wir noch immer nicht wirklich wissen, wie diese Medienkrise zu bewältigen wäre.

Klar ist hingegen: Eine moderne Gesellschaft braucht auch in Zukunft Journalistinnen und Journalisten, die relevante Informationen bündeln, darstellen und vermitteln. Die den Mächtigen auf die Finger schauen und, wo nötig, Öffentlichkeit herstellen. Die Zusammenhänge aufzeigen und damit Orientierung schaffen. Die werten und bewerten, ohne die Leserin, den Zuschauer oder die Zuhörerin zu bevormunden. Und die sich an die Fakten halten.

 

Journalismus ist mehr als Handwerk. Journalismus ist auch Haltung. Eine fundierte Aus- und Weiterbildung, wie wir sie am MAZ anbieten, bleibt auch in Zukunft zentral. Es ist unsere Aufgabe, auf den Medienwandel mit gefragten Ausbildungsinhalten zu antworten und dabei die für unsere Gesellschaft relevante Rolle des Journalismus nicht aus den Augen zu verlieren. Wir wollen neue Fertigkeiten vermitteln,
ohne dabei die Grundlagen wie etwa Recherche oder Medienethik zu vernachlässigen. Diese Aufgabe beflügelt uns, trotz der Hiobsbotschaften, die 2018 über uns hereinbrachen.

 

Während die verschärfte Medienkrise an den Fundamenten nagt, verändert sich auch die Kommunikationsbranche. Viele Unternehmen kürzen ihre Kommunikations- und Werbebudgets. Allerdings ist die Stimmung hier insgesamt deutlich weniger düster. Die Kanäle, über die ein Unternehmen seine Zielgruppen direkt erreichen kann, werden vielfältiger. Diese Entwicklung bedingt, dass Kommunikationsfachleute sich neues Wissen aneignen müssen. Dass die Abteilung Kommunikation 2018 im umkämpften Bildungsmarkt weiterwachsen konnte, beflügelt uns, uns entlang unserer Kernkompetenzen weiterzuentwickeln.


Zum Jahresbericht

 

 

 

Bild: Mike Wolff