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NMJ-Masterarbeit zu Faktenchecking und Fake-Bekämpfung

Claudia Schlup, Absolventin des auch vom MAZ mitgetragenen Masterstudiengangs New Media Journalism (NMJ) und Chefin vom Dienst bei Radio SRF1, geht in ihrer top-bewerteten Abschlussarbeit auf den Kampf gegen Lügen ein. Im Fokus stehen Ziele, Methoden und Organisationsformen von Faktencheckern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

In ihrer Masterarbeit zeigt Claudia Schlup plastisch auf, wie unterschiedlich die Fake-Bekämpfung verortet ist, welche klassischen und neuen Kompetenzen zum Einsatz gelangen und welche Schwierigkeiten sich daraus ergeben, dass Falschnachrichten punkto Gestalt und Inhalt so verschieden sind.

 

Klar ist ihr Befund, dass alle untersuchten Stellen ein aufklärerisches Selbstverständnis haben – «Retter der Demokratie» – aber auch vielfältigsten Schwierigkeiten gegenüberstehen, darunter die von der Medienkrise ausgehende Ressourcenknappheit.

 

Ein besonderes Augenmerk richtet Claudia Schlup auf redaktionelle Teams, die Desinformationen aus den sozialen Netzwerken durch Überprüfung und gegebenenfalls Falsifizierung zu bekämpfen versuchen, sowohl innerhalb wie ausserhalb bestehender Medienstrukturen: die ARD-Faktenfinder in Deutschland, Mimikama in Österreich sowie die Faktenchecks von Swissinfo und des Tages-Anzeigers in der Schweiz. Ziel war es, ein möglichst heterogenes Spektrum abzubilden. In einem Exkurs wird ein Blick auf das Social Newswire der European Broadcast Union geworfen, einem Spezialfall unter Faktencheckern.

 

 

Claudia Schlup, Absolventin New Media Journalism und Verfasserin der Masterarbeit zu Faktenchecking


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«Rufer in der Wüste oder Retter der Demokratie? Ziele, Methoden und Wirkungen von Faktencheckern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz», Masterarbeit von Claudia Schlup (2018) im berufsbegleitenden Masterstudiengang New Media Journalism. Betreut wurde die Arbeit von MAZ-Studienleiter Frank Hänecke.

Siehe Bericht der Leipzig School of Media, einer der NMJ-Partnerschulen.