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Die Tücken von 360°-Videos und Virtual Reality

360°-Videos und Virtual Reality (VR) werden von grossen Unternehmen wie Microsoft, Google und Facebook mit Software und Hardware kräftig gefördert. Immer mehr Schweizer Unternehmen, Institutionen und Behörden springen auf den Zug auf und vermitteln ihre Inhalte in virtuellen Welten. Ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um auf den Zug aufzusteigen?

Dieser Frage gingen die Referierenden an der 5. MAZ-Kommunikationstagung auf den Grund. Die Teilnehmenden erhielten von der VR-Expertin Nathalie Tschanz einen Überblick über den Einsatz der 360°-Grad-Technologie in der Unternehmenswelt; danach erläuterte Dr. Wernher Brucks, Leiter Verkehrssicherheit der Stadt Zürich das Projekt «Gefahren erkennen auf dem Velo mit Virtual Reality» aus Kundensicht; den Abschluss machten Beat Cattaruzza (c2) und Daniel Kunz (Crunch GmbH) mit der Präsentation des Projektes «Schweizer Gewässer - Alles klar?» aus Sicht der Auftragnehmer.

 

Fünf spannende Erkenntnisse aus der Tagung:

 

  1. Nur sehr wenig Leute nutzen tatsächlich Equipment wie Google-Cardboard oder andere VR-Brillen.
  2. Daher erreichen die 360°-Inhalte auf den herkömmlichen Plattformen wie YouTube nur sehr wenig Publikum. Für die Verbreitung sind Standaktionen – zum Beispiel an Messen oder in Museen – deutlich effektiver.
  3. 360°-Video-Projekte müssen nicht teuer sein. Videos ohne grafisch erstellte Kulissen kosten rund doppelt so viel wie herkömmliche Videos – sobald aber grafische Elemente ins Spiel kommen, steigen die Kosten rasant an.
  4. 360°-Inhalte machen dann am meisten Sinn, wenn die Bewegung (zum Beispiel Kopf drehen) im Kontext auch in der realen Welt nötig ist.
  5. Konsumenten von 360°-Videos erkunden nur ganz am Anfang der Sequenz den Raum um sich herum, danach schauen sei in der Regel nur noch in eine Richtung.

 

Die Bilder zur Tagung finden Sie hier.