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«Schreiben ist mein Ding»

Medienkrise hin oder her: 33 Studierende haben am 12. Dezember 2017 ihre Journalismusausbildung am MAZ –Die Schweizer Journalistenschule begonnen. «Es braucht Journalistinnen und Journalisten je länger je mehr», sagt Studentin Angela Haas von SRF-Zambo. «Wenn man überflutet wird von Nonsens und Fake News, ist verlässliche Information umso wichtiger.»

20 Frauen und 13 Männer schlagen den Königsweg in den Journalismus ein – die Diplomausbildung Journalismus am MAZ. 10 haben die Vertiefung Online, 16 Print-, 5 Radio- und 2 TV/Video-Journalismus gewählt.

 

«Schreiben und Inhalte journalistisch kreativ umsetzen – das ist einfach mein Ding», meint Studentin Stéphanie Jungo von der Online-Redaktion der Berner Zeitung. «Und das will ich hier am MAZ lernen».

 

Stéphanie Jungo

 

Die Diplomausbildung Journalismus ist eine berufsbegleitende, praxisorientierte Ausbildung. Zwei Jahre lang werden die Studierenden als Journalistinnen und Journalisten nun auf Redaktionen arbeiten und kommen im Durchschnitt einen Tag pro Woche ans MAZ, um von den besten Journalistinnen und Journalisten (wie Julian Schmidli von SRF Data, Simon Rau vom Tages-Anzeiger oder Sacha Batthyany vom Magazin) zu lernen, wie sie zum Beispiel ein Porträt, eine Reportage, oder eine Multimedia-Story noch besser erzählen.

 

«In der Diplomausbildung will ich mein Handwerk verbessern», erklärt Nicolas Senn, Reporter bei Radio Energy Basel, wieso er trotz zwei Jahren Berufserfahrung die Schulbank am MAZ in Luzern drückt. «Und ich will mein Handwerk mit theoretischem Wissen ergänzen», meint Maurus Spahni, seit bald drei Jahren gestandener VJ bei TeleBärn.

 

Bettina Büsser, Maurus Spahni

 

Nach den MAZ-Kursen tauchen die Studierenden jeweils wieder in die Hektik des Berufsalltags und versuchen, das Gelernte dort umzusetzen. Ob dies gelingt, überprüfen die Dozenten anhand von Arbeiten, die die Studieren-den einschicken. So verzahnt sich in der Diplomausbildung Journalismus Praxis und Theorie in idealer Form. Kein Wunder, dass fast alle Absolventinnen und Absolventen nach der MAZ-Diplomausbildung nicht nur einen Job, sondern auch sehr gute Karrierechancen haben.

 

«Ich habe mich für die MAZ-Diplomausbildung entschieden, weil sie so vielfältig ist», erklärt Vanessa Mistric, die zurzeit im Datenteam des Tages-Anzeigers ein Praktikum macht. «Da gibt es Kurse in Fotografie, Video, Reportage, Porträt, kreatives Schreiben – einfach alles.»

 

Vanessa Mistric (Mitte)

 

Am Begrüssungstag stellen sich auch alle mediennahen Organisationen vor – von Presserat über Gewerkschaf-ten wie Syndicom, SSM, Impressum bis hin zu Reporter ohne Grenzen oder Junge Journalisten Schweiz. Und danach stehen für die Studierenden schon bald erste Arbeiten an – so müssen alle eine Webpräsenz erstellen, auf der sie im Laufe des Studiums ihr Portfolio aufbauen. So dass sie nach der Ausbildung ein klares Profil als Berufsleute haben.

 

Auch das Netzwerken ist zentraler Bestandteil der Ausbildung. Das erfahren die Studierenden bereits am Begrüssungstag – beim Apéro am Abend. «Ich freu mich jetzt mal vor allem auf die Zeit an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg, wo ich die ersten 20 Kurstage absolvieren kann, weil das MAZ eine Kooperation mit der renommierten deutschen Journalistenschule hat», strahlt Vanessa Mistric.

 

 

 

 

 

 

 

Angela Haas