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MAZ warnt vor No-Billag

Der Stiftungsrat des MAZ zeigt sich über die Konsequenzen der No-Billag-Initiative sehr besorgt. Bei einem Ja stehen deutlich weniger Gelder für die Ausbildung von qualitativ hochwertigem Journalismus zur Verfügung. Dies ist aus staats- und demokratiepolitischen Aspekten schädlich. Das verantwortliche Gremium der führenden Schweizer Journalistenschule lehnt daher die Initiative ab.

An seiner jüngsten Sitzung hat der Stiftungsrat des MAZ – Die Schweizer Journalistenschule auch die Auswirkungen der No-Billag-Initiative besprochen. Dabei befasste er sich mit den Folgen für die Journalismusausbildung, einen bis heute noch zu wenig beachteten Aspekt.

 

Der Stiftungsrat sieht bei einer Annahme die hohe Qualität des Journalismus in der Schweiz in Gefahr. Das MAZ ist in der Deutschschweiz das führende Kompetenzzentrum für eine praxisnahe, qualitativ hochwertige Ausbildung von Journalistinnen und Journalisten. Bei einer Annahme der Initiative müsste die SRG ihren Betrieb einstellen - sie ist ein guter Kunde des MAZ. Gleichzeitig wären auch viele private TV- und Radiostationen mit Gebührenanteil stark betroffen. Grosse Sparmassnahmen, teilweise auch in der Ausbildung, wären die Folge. Gemäss Berechnungen würde das MAZ mindestens ein Viertel seiner Einnahmen verlieren. Als Privatschule finanziert es sich zu über 80 Prozent durch den Verkauf seiner Kurse. Jährlich werden in diesen Kursen hunderte Journalistinnen und Journalisten der privaten Medien und der SRG ausgebildet.

 

Die Folge wäre ein drastischer Abbau des Kursangebots. Dieser Kahlschlag hätte wegen des Finanzierungsmodells grosse Auswirkungen auf die gesamte Ausbildung von Medienschaffenden, und zwar im Printjournalismus, im TV, im Radio und Online. Die Qualität würde sowohl in der Breite als auch in der Tiefe beeinträchtigt, was aus staats- und demokratiepolitischen Gründen schädlich wäre. Der Stiftungsrat lehnt daher die Initiative ab.