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New Media Journalism: wie man lernt, zeigt, staunt und feiert

Mit Besuchen bei SRF und Google sowie mit der Präsentation von Abschlussarbeiten zu Redaktionsmanagement endete im internationalen Masterstudiengang New Media Journalism die MAZ-Zeit. Am NMJ-Netzwerkabend trafen sich die aktuellen Studierenden mit ehemaligen.

Über Wochen hatten sich die Teilnehmenden im berufsbegleitenden Studium mit Organisation, Workflows und Führungsformen ausgewählter Redaktionen befasst. Die Analysen wurden im MAZ-Unterricht bei Alexandra Stark und Pascal Zemp reflektiert: «Es ist erstaunlich, in welch kurzer Zeit die Studierenden qualitativ hochwertige Resultate liefern – und überzeugend präsentieren.»

 

Learnings und weiterer Input werden nun hoffentlich in die Arbeit und in zukünftige Projekte der Journalist(inn)en aus Deutschland, Österreich, Lichtenstein und der Schweiz einfliessen.

 

Im Modul zu Management konvergenter Redaktionen besucht die Studiengruppe traditionsgemäss unterrichtsergänzend führende Medienhäuser. Nach Tamedia (mit Tagesanzeiger und 20 Minuten), NZZ, Watson und Ringier im ersten Modulteil (siehe Bericht), liessen sich die NMJs im zweiten Teil bei Schweizer Radio und Fernsehen SRF aus erster Hand informieren, etwa zu den neuen Formaten für junge Zuschauer oder den Plänen im herausfordernden Umgang mit alternativen Distributionskanälen.

 

 

Am Beispiel der SRF-Sportredaktion erläuterten Mario Müller (l) und Roland Tobler, wie technische, organisatorische und redaktionelle Konvergenz konkret umgesetzt wird, aber auch deren Grenzen - gerade wenn es um Aktualität auf allen «Vektoren» (SRF-Speech für Kanäle) geht.

 

Bei Google, die in der Schweiz weiter expandieren, wurden die NMJ-Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Isa Sonnenfeld über die vielfältigen Aktivitäten und Pläne des Technologiekonzerns an der Schnittstelle zu Medien und Journalismus ins Bild gesetzt. Hier ging es u.a. um die internationalen Bemühungen unter dem Label NewsLab, die unterstützenden Trainings mit journalistischen Anwendungen, neue Fact-Checking-Tags, Massnahmen gegen Fake-News oder die Digital News Initiative, mit der Innovationen in Medienunternehmen gefördert werden.

 

Der nächste zweijährige NMJ-Weiterbildungsmaster in drei Ländern bei vier Journalistenschulen beginnt im Oktober 2017. Nachrücken ist noch möglich: www.newmediajournalism.net

 

Ende August 2017 lud das MAZ auch frühere Absolvent(inn)en zu sich. Am NMJ-Netzwerkabend war von jedem der bisherigen Jahrgänge mindestens jemand zu Besuch an diesem geselligen Anlass.

 

Alle Jahre wieder an der MAZ-Theke: die NMJ-Kooperanden (v.l.n.r.) Kai Voigtländer (Akademie für Publizistik, Hamburg), Frank Hänecke (MAZ), Andrea Huttegger (Kuratorium für Journalismus-Ausbildung Salzburg / Wien), Michael Geffken (Leipzig School of Media) und Diego Yanez (MAZ).

 

 

Weitere Impressionen vom NMJ-Netzwerkabend 2017 am MAZ -> Flickr