News


Redaktions-Einblicke im Master New Media Journalism

Wie positioniert sich ein Medienkonzern in der digitalen Transformation, womit punktet ein print-unabhängiges Medien-Start-Up? Welches ist der nächste online-technische Schritt beim Marktführer - und wie bewältigen etablierte, voll-konvergente Redaktionen die Herausforderung, gleichzeitig innovativ und sparsam sein zu müssen?

 

Das war in etwa die thematische Spannbreite im ersten Teil der Redaktionsbesuche, welche die Teilnehmer(inn)en des internationalen Masterstudiengangs New Media Journalism (NMJ) Mitte Juli 2015 in Zürich unternahmen.

 

Die Studierenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz des aktuellen (sechsten) Jahrgangs bekamen im MAZ-Modul teils sehr exklusive Einblicke in die Vorgänge auf den Redaktionen der NZZ, der Blick-Gruppe, von Watson, Tages-Anzeiger und 20Minuten - und erfuhren dort jedesmal viel Neues, ja gar Primeurs.

 



Bei Watson durfte die NMJ-Gruppe an einer Redaktionssitzung teilnehmen, die Funktionsweise und die Herausforderungen des hier praktizierten «Native Advertising» kennenlernen und sich das elaborierte Content Management System zeigen lassen, mit dem an der Hardstrasse atemberaubend schnell und scheinbar kinderleicht alle möglichen Elemente einer multimedialen Geschichte hingezaubert werden.

 

Chef vom Dienst bei Watson, Olaf Kunz, tippt die nächste Schlagzeile ins System.

 



Szenenwechsel: Jutta Schilke (HR) und Edi Estermann (Mediensprecher) waren die Gastgeber bei Ringier. Changemanagement und die breit aufgestellte Konzernstrategie standen hier im Zentrum, bevor die interessierte Gruppe zum Newsroom geführt wurde.

 

Vor dem Blick-Newsroom erklärt: Ringiers fünf Initiativen für die Zukunft betreffen mobile Medien, Social Media, Video, Creative Advertising und Big Data.

 

Im Herzen der NZZ: Luzi Bernet, stv. Chefredaktor der Neuen Zürcher Zeitung, führte durch die Redaktion und erläuterte die Abläufe.

 

Qualitätsjournalismus «überall wo NZZ drauf steht», die Paywall auch als Wertschätzung für Journalisten, Chartbeat im Einsatz, NZZ-Select, ein neues Konzept für die Printausgabe, beschleunigter Zyklus der Produkteerneuerung - dies waren Stichworte am NZZ-Desk.




Bei Tamedia: Unter Auflage absoluter Diskretion zeigten die Digitalentwickler Peter Wälty (stv. Chefredaktor) und Mike Herter (r.) was sie und ein Programmier-Team als Neuestes für 20 Minuten ausgeheckt haben. Davon wird man bald noch reden…

 

Der Seismograf-Pionier vor der Monitor-Wand...

... die es auch beim «Tagi» gibt:

 

Tages-Anzeiger Nachrichtenchef Sam Reber, selber NMJ-Absolvent, führte die Gruppe durch den auffallend designten Newsroom an der Werdstrasse.

 

Auch beim Tages-Anzeiger wurden die New Media Journalists aus erster Hand und vertraulich über ein Projekt im «Tarnkappen-Modus» ins Bild gesetzt. Später erfuhren die Studierenden, wie sich die Redaktion bei der Bereitstellung von Beiträgen ganz unterschiedlicher Dringlichkeit und Tempi organisiert. Genau passend zum Folgetag, an dem Experte Pascal Zemp am MAZ über Redaktionsmanagement, Newsroom-Strategien und Workflows sprach. In diesem Themenbereich siedeln sich denn auch die Projektarbeiten an, die von den Studierenden bis im zweiten Modulteil erbracht werden.



> Fortsetzung

 

Für den nächsten NMJ-Studiengang läuft derzeit die Anmeldephase: www.maz.ch/nmj

 

Fotos: Frank Hänecke (MAZ)