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Recherchetag 15: Von anderen Berufen lernen, besser zu recherchieren

Heute treffen sich rund 70 Insider und Interessierte am MAZ, um sich in zahlreichen Kurzseminaren mit Recherchethemen auseinanderzusetzen. Natürlich geht es wieder um ausgesuchte Fälle, um Strategien, Tipps, Tricks und Tools – doch diesmal lassen sich Medienschaffende auch von (teils ungewöhnlichen) Recherchemethoden anderer Berufsgruppen inspirieren.

An der ausgebuchten Tagung bot das MAZ am 26. Januar 2015 zahlreiche Workshops an. So erzählte ein Staatsanwalt von seinen Einvernahmetechniken, eine Gerichtspsychologin von den Methoden der Glaubwürdigkeitseinschätzung, ein Internetforensiker von der Suche im «Dark Web» oder eine Archivarin von der «Goldgrube Bundesarchiv».

 

In den bewährten Rechercheworkshops lernten Teilnehmende grundlegende Tipps, Tricks und Tools für ihre Recherchen kennen – etwa, wie man spurenlos surft oder wie man den Quellenschutz sichert.

 

In «Erzählcafés» berichten Rechercheure über die Hintergründe der Scoops des Jahres 2014 – von der Offshore-Affäre um Schneider-Ammann über Korruption im SECO bis zu Missständen im Herz-Zentrum Bodensee.

 

MAZ-Direktor Diego Yanez begrüsst die Gäste und die hochkarätigen Referent(inn)en des dritten Schweizer Recherchetags am MAZ.

 

Urs Paul Engeler, freier Journalist

 

Catherine Boss, SonntagsZeitung

 

Christoph Ill, Staatsanwalt

 

Simone Chiquet, Bundesarchiv

 

Pascal Schumacher, Rundschau

 

Thomas Angeli und Otto Hostettler, Beobachter

 

Susanna Niehaus, forensische Psychologin

 

Christian Mensch, Schweiz am Sonntag

 

Samuel Tanner, BaZ

 

Stefan Füglister, Kampagnenforum

 

Dominique Strebel, MAZ, Studienleiter

 

Marcel Hänggi, freier Journalist

 

Guido Rudolphi, Internetforensiker

 

Titus Plattner, Le Matin Dimanche & SonntagsZeitung

 

Thomas Knellwolf, Tages-Anzeiger

 

Linda von Burg beschliesst den dritten Schweizer Recherchetag am MAZ mit vier Erkenntnissen zum Tag:

  • Jede gute Recherche beginnt mit einem persönlichen Gespräch.
  • Vertrauen ist gut, Kontrolle besser (auch Whistleblower können lügen).
  • Für die Recherche braucht's gute Journalisten - Software kann sie nicht ersetzen.
  • Reine News-Recherchen sind nichts mehr wert - Analysen, Hintergrund-Recherchen sind nachhaltig.

 

 

 

Programm (PDF)

 

Zusammenfassungen der Inputs: www.maz.ch/recherchetag15
(ab 27. Januar 2015)

 

Recherchetag auf Twitter: #recherchetag15

 

Der nächste Recherchetag ist am 25. Januar 2016

 

Fotos: Jae-in Moon / MAZ