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| «warphotographer» Ein Dokumentarfilm mit James Nachtwey |
Mo. 4. März 2002 |
| «Jede Minute an diesem Ort denke
ich an Flucht. Ich will das nicht mit ansehen. Soll ich weglaufen oder soll ich mich der Verantwortung stellen, mit meiner Kamera alles festzuhalten?» (James Nachtwey) In einem der zahllosen Krisengebiete der Welt, inmitten von Leiden,
Sterben, Gewalt und Chaos, sucht der Fotograf James Nachtwey nach dem
Bild, von dem er glaubt, dass es sich publizieren lässt. 1985, kurz bevor Nachtwey Mitglied der Fotoagentur Magnum wird, schreibt der damals 36jährige über den Sinn seiner Arbeit als Kriegsfotograf: «Warum fotografiere ich den Krieg? Aber es sieht eben nicht jeder mit eigenen Augen, und deshalb gehen Fotografen an die Front: um Bilder zu machen, die wahrhaftig genug sind, die beschönigenden Darstellungen der Massenmedien zu korrigieren und die Menschen aufzurütteln aus ihrer Gleichgültigkeit; um anzuklagen und durch die Kraft dieser Anklage noch mehr Kläger zu mobilisieren. Mein grösstes Problem als Fotograf des Krieges ist, dass ich vom Elend anderer profitieren könnte. Dieser Gedanke verfolgt mich. Ich schlage mich tagtäglich damit herum, weil ich weiss, dass ich meine Seele verkaufen würde, wenn ich jemals Karriere und Geld Herr werden liesse über mein Mitgefühl.» «warphotographer» Anmeldungen bitte an monika.unternaehrer@maz.ch |
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