Erst hörten die Anwesenden, dann sahen sie Emil Steinberger in der Rolle als «Wahlverlüürer».
Schnell war zu merken, dass das, was da gesagt wurde, nicht mit dem übereinstimmte – wie es gesagt wurde. Wer öffentliche Aussagen macht und nicht stimmig kommuniziert, fällt sofort auf und beim Publikum schlimmstenfalls durch.
50 Mitglieder der Jungen Wirtschaftskammer Luzern waren ans MAZ gekommen, um eine Stunde mit MAZ Studienleiter Oliver Schroeder «Rhetorische Visionen» zu teilen.

Dass wirkungsvolle Kommunikation vor allem mit dem «Wie» zu tun hat, ist bekannt. Nicht mal 10% macht der Inhalt an der Gesamtwirkung aus. So hat es die Wissenschaft in den 70er Jahren herausgefunden. Allein deshalb sollte sich jeder bei seiner Vorbereitung nicht allein darauf konzentrieren.
Inhalte müssen umso sorgsamer ausgewählt und so präsentiert werden, dass Sie Eingang finden beim Publikum. Wie aber ist es zu schaffen, bei öffentlichen Auftritten, stimmig zu kommunizieren, so dass die Kernbotschaften überzeugend entwickelt werden vor allem hängen bleiben? Das hat neben Rhetorik etwas mit mentaler Vorbereitung und innerer Klärung zu tun. Und oft gerät aus dem Fokus, was bei der Vorbereitung öffentlicher Auftritte in den Fokus gehört: das Publikum.

Auch deshalb war die aufgestellte Video-Kamera nicht auf den Vortragenden selbst, sondern aufs Publikum gerichtet. Dass zwischendurch immer mal wieder gelacht wurde, ist nicht nur schön, sondern essentiell. Denn es braucht keine Hirnforschung, um zu wissen, dass der lachende Zuhörer schneller und mehr lernt.

Apropos Lernen – Talent ist sicher hilfreich – aber den eigenen Auftritt kann jeder optimieren, zum Beispiel am MAZ
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Fotos: Benno Kissling
23.5.2012
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