Jeder Radiosender hat seine «Morgenshow» und die lebt von Persönlichkeiten. Wie es andere machen, welchen Stellenwert Comedy hat und wohin der Trend führt, erfuhr das MAZ im April am Broadcast Symposium in Berlin.
Fragt eure Hörerinnen und Hörer. Sie werden es euch sagen. Das ist das Fazit einer Umfrage.
Was Hörer in den besten deutschen und in internationalen Morningshows zu hören kriegen (auch DRS 3 war dabei), präsentierten die besten Anchors gleich selber. Es ging um gute Laune, Gespräche, gut verpackte News und Service, aber auch um Gewinnspiele und die Musik. Wollen das die Hörer wirklich hören?
Christoph Pöschl von Brand Support präsentiert eine Umfrage, die je nach Format eines Senders Abweichungen zeigt. Bei den am meisten verbreiteten Programmen (Format Hot AC) wollen die Menschen
_interessante Themen
_
authentische ModeratorInnen; Persönlichkeiten, die Themen einordnen können
_gute Laune
_gute Musik
_Service, insbesondere aus der Region
Was ärgert die HörerInnen?
_Beiträge sind oft zu lang
_Moderatoren reden zu viel
_die Inhalte werden zu sehr aufgebauscht
_man wird zu lange hingehalten (teasen)
_zu viel Werbung
_Gewinnspiele (wenn sie anspruchslos sind wie z.B. ein Geräusch erkennen)
_
Musiktitel werden zu oft gespielt
Pöschl sieht zwei Trends:
_Authentizität, Echtheit: unaufgeregte Moderation, ModeratorInnen, die «sich selbst sind» – authentisch eben.
_Interaktivität: HörerInnen wollen mitgestalten – oder wenigstens das Gefühl haben, mitzugestalten.
Für die Macher sei das Fazit: Bastelt weniger an euren Formaten herum und beschäftigt euch mehr mit den Hörerinnen und Hörern.
25.4.2012
|