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Rekord bei der Diplomausbildung 2009 - 2011

56 Studierende aus 45 Redaktionen fanden sich am 12 Januar 2009 zur Eröffnung der Diplomausbildung ein - mehr als je in der nun 25-jährigen Geschichte des MAZ. Direktorin Sylvia Egli von Matt wertete dies als positives Signal. Und die «Neuen» blickten auch nicht gerade verängstigt in ihre berufliche Zukunft...

«Wer ausbildet, bzw. ausbilden lässt, glaubt an die Zukunft. Die Medien tun dies offensichtlich trotz Krise», fasste Sylvia Egli von Matt die Zuversicht zusammen – und beglückwünschte die angehenden Diplomstudierenden gleich zu Beginn: «Sie haben sich eine Volontariats- bzw. Redaktorenstelle erkämpft und die immer anspruchsvollere zweitägige MAZ-Aufnahmeprüfung bestanden. Sie haben damit beste Voraussetzungen für guten Journalismus dokumentiert: Wissen, kritisches Denken, Sprachbegabung und die Leidenschaft für diesen schwierigen Beruf. Nutzen Sie die Ausbildung am MAZ, alle Medien auszuprobieren, Neigungen und Talente zu entdecken, ein persönliches Profil auszuarbeiten und ein tragfähiges Netz zu knüpfen. Überleben wird, wer einzigartig ist. Das gilt für Medienprodukte wie für JournalistInnen.»

Als kleine Einstiegsübung verfassten die Studierenden einen Kurztext zur eigenen beruflichen Zukunft – «Wie sehen Sie sich in fünf Jahren?» lautete die Vorgabe. Hier einige Kostproben:

My name was Nobody
Mein Berufskollege Andreas Moser bedankt sich für die ausserordentlich gute Zusammenarbeit. Die Sendungen „Netz Natur“ sind beliebter denn je, sie erfreuen sich laufend steigender Zuschauerzahlen. Als Stellvertretende Chefredaktorin habe ich einen kometenhaften Aufstieg hinter mir und freue mich auf die kommenden Aufträge von BBC und National Geographic.
Aellig Lucy

Für die Zeitung ins Theater
„Mirjam, du kannst heute Abend an die Premiere von Maria Stuart“, kündigt der Ressortleiter an. Ich arbeite für das Ressort Kultur/Leben bei einer grösseren Tageszeitung. Ich freue mich auf den Abend, ich liebe Theateraufführungen und auch die Berichterstattung darüber. Das sind die Sternstunden meiner Arbeit. Aber ich gehe auch sonst jeden Tag gerne ins Büro. Ich kann meine Kreativität bei der Themensuche und beim Schreiben einbringen. Oft treffe ich interessante Menschen für ein Portrait. Ich schreibe oft über Themen, die aus dem Leben gegriffen sind.
Bächtold, Mirjam

Meine Karriere als Leserbriefschreiber
In fünf Jahren werde ich mich um meine fünf Kinder kümmern müssen. Gleichstellung sei Dank. Meine Frau arbeitet zu 100 Prozent. Sie verdient in ihrem Beruf viel mehr als ich als Journalist. Meinen Drang zu schreiben, kann ich dennoch nicht ganz ignorieren. Deswegen betätige ich mich als Leserbriefschreiber. Trotz stinkenden Windeln und quengelnden Kindern reicht es für einen kurzen Leserbrief pro Woche. Ich sende meine Werke natürlich nur an ausgewählte Medien. 
Balmer, Dominik

Lernen beim Meister
Es liegt klar vor mir, mein Ziel. Ich möchte für das Schweizer Fernsehen die Formel 1 Rennen live von den Rennstrecken kommentieren. Es ist definitiv ein hochgestecktes Ziel, aber das muss sein, denn ohne Ziele, treibt man nur durch das Leben. Um dieses Ziel zu erreichen sind meiner Meinung nach allerdings fünf Jahre etwas knapp bemessen, auch wenn ich mit meinem jetzigen Arbeitgeber Radio Munot bereits eine gute Verbindung zum heutigen Kommentator der Rennen, Michael Stäuble, habe. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass ich in fünf Jahren mindestens in der Sportredaktion des Schweizer Fernsehens arbeiten werde. Im Team von Michael Stäuble werde ich von den Rennen berichten und bei Stäuble in die Schule gehen, um später seine Nachfolge antreten zu können.
Bartholdi, Martin A.

Mein Medienjob in fünf Jahren
Zu Besuch bei einer interessanten Person, ausgerüstet mit einem Aufnahmegerät, ein paar wenigen Notizen und einem Kamerateam im Schlepptau. Im Inland, Ausland oder auf dem Mond. Ich bin unterwegs im Auftrag der Sendung „Reporter“ des Schweizer Fernsehens. Eine spannende Reportage oder ein umfangreiches Porträt ist am Entstehen. Die Zuschauer sollen berührt, inspiriert, fasziniert sein, wenn sie die Produktion im Januar 2013 am TV sehen. Von der Person und deren Geschichte. Verantwortliche Redaktorin ist Corinne Bauer, Maz-Absolventin 2011.
Corinne Bauer

„Mein Medienjob in fünf Jahren“
In fünf Jahren arbeite ich beim Schweizer Fernsehen als Moderatorin. Ich führe Gespräche mit unterschiedlichsten Menschen und fühle ihnen dabei auf den Zahn. Zudem leite ich Diskussionsrunden zu gesellschaftspolitischen Themen.

Weltreise zum Auslandjob
Da, wie Rolf Wespe am MAZ-Einführungstag erläuterte, ein Journalist nicht länger als fünf Jahre am selben Ort arbeiten sollte, ist die Frage, was mein Medienjob in fünf Jahren sein wird, praktisch unbeantwortbar. Müsste ich trotzdem eine Prognose wagen, sähe ich mich wohl grad auf einer Weltreise. Idealerweise darf ich anschliessend gleich im Ausland bleiben, da mich eine grössere Tageszeitung als Korrespondent unter Vertrag nimmt… 
Bieri, Reto

Slum und Pelzmantel
Abwechslung pur: Ich reise rund um die Welt. Jeden Monat schreibe ich zwei Kurzportraits über Menschen, die ich auf der Strasse treffe. Mal bin ich in den Slums vor Kapstadt unterwegs, ein andermal lädt mich eine reiche Russin mit Pelzmantel zum Essen eingeladen. Meine Geschichten und Fotos erscheinen in einem Magazin, das in vier Sprachen erscheint.
Irene Bisang

Der Radiojournalismus in fünf Jahren
Die Radios werden wieder vermehrt auf Qualität setzen. Um sich in der Masse der vielen Stationen abheben zu können, sind sie fast schon dazu gezwungen. Die Hörer verlangen vermehrt nach mehr Hintergrundinformationen und ausführlicheren Berichterstattungen. Deshalb wird es Infogefässe mit mehr Wortanteil geben und vielleicht auch eines, in dem sich die Hörer selber mit einbringen können. Der Hörer rückt zunehmend ins Interesse des Journalisten – das ist die Zukunft der Radiostationen.
Boksberger Rahel

Angewandte Kinder-Fernseh-Erfahrung
In einem halben Jahrzehnt arbeite ich in der Abteilung Unterhaltung beim Schweizer Fernsehen. Dann zeigt sich, dass es doch nicht ganz vergebens war, in der Kindheit und frühen Jugend so viel vor der Glotze gehockt zu sein statt „Räuber und Poli“ gespielt zu haben. Meine Kreativität und meine „Fernseherfahrung“ sind mir tagtäglich von Nutzen. Kein Wunder, fahre ich jeden Tag aufs Neue voller Vorfreude zur Arbeit.
Breidenbach, Helmut

Der Kampf gegen die Gratisblätter geht weiter
Fähige Journalisten wird es auch nach der Wirtschaftkrise noch brauchen – oder vielleicht erst recht. Ich sehe mich in fünf Jahren bei einer Tageszeitung als Leiter des Ressorts „Inland“. Ich trage Verantwortung, delegiere und präge das Bild der Zeitung wesentlich mit. Auf Verständlichkeit und Qualität wird in fünf Jahren wohl noch viel mehr Wert gelegt, als heute. Die Wirtschaftskrise hat zwar den Gratiszeitungen arg zugesetzt. Doch der „Kampf“ gegen die Blätter aus dem Plastikkasten geht weiter.
Bricker Elias

Die euphorische Rückkehr des Print im Wallis
In fünf Jahren: Der aalglatte und gewandte Luzius Theler schreibt nur noch sporadisch und nach Lust, das Wallis hat seinen eloquentesten Schreiber verloren.
Der König ist tot, es lebe der König. Viele neue, junge Könige wird das Wallis haben, frischer Wind im Print wird es bereichern. Die Zahl der Abonnemente steigt kontinuierlich.
Die Jugend und die Moderne setzen die Themen. Kolumnen werden neuer, anders.
Der Walliser Bote projiziert 2014 ein Bild des modernen Lokaljournalismus. Sachlich, reif und bedacht in den politisch-wirtschaftlichen Thematiken. Leicht, unverblümt und jugendlicher im täglichen Trott.
Ich selbst hoffe, Teil des  neuen „Walliser Bote“ zu sein.
Burgener, Samuel

Im Moment noch realistisch, manchmal optimistisch
Wenn ich realistisch bleibe, werde ich in fünf Jahren mit grosser Wahrscheinlichkeit bei einer Zeitung im Raum Zürich arbeiten. Vielleicht behält mich ja der Tagi nach dem Volontariat. Wenn ich optimistisch in die Zukunft schaue, werde ich im Ausland als Korrespondentin Reportagen schreiben oder sowas. Und jetzt noch der pessimistische Ausblick: Ich bin vom Medienbusiness desillusioniert und kratze die Kurve als Hausfrau und Super-Mom. Oder ich arbeite teilzeit für ein Gratisblatt.
Burri, Erika

Die Leiden des modernen Werthers
In fünf Jahren sehe ich mich in der Kulturredaktion der NZZ. Als breit angelegter und vielseitig interessierter Mensch weckte Kultur, ganz gleich ob im noblen Theatersaal oder auf einem billigen Stehplatz am Gölä-Konzert, in mir etwas, das ich heute gerne als tiefgreifendes Kulturinteresse verstehe: Aus welchem Antrieb malt ein Künstler sein Werk? Warum sucht der Steppenwolf die kleinbürgerliche Harmonie ebenso, wie er sie in ihrer Begrenztheit verachtet? Unter welchen Leiden hätte der moderne Werther heute auf der Bühne zu leiden, damit ihm die Zuschauer seine Mühsal abkaufen? Diesen und noch vielen anderen Fragen möchte ich auf den Grund gehen.
Dal Farra, Dino

In fünf Jahren bin ich Velomechaniker oder Prophet
Vielleicht noch als Journalist, vielleicht aber auch in der Produktion oder als Fotograf tätig. Vielleicht aber auch als Velomechaniker. Oder als Käser. Oder Reformhausbesitzer-mit-Brille-im-(hoffentlich nicht) spärlichen-Haupthaar-Träger. Oder als grosser, lustwandelnder Prophet in Gewändern aus purem Gold. Wer weiss das schon so genau? Nicht einmal ich.
Ehrenzeller, Gian

WM-Finale auf SF2 mit Kommentator Benny Epstein und Co-Kommentator Alain Sutter
„Jetzt tritt Marco Streller zum Elfmeter an. Er hat den Sieg in seinen Füssen. Trifft er, dann ist die Schweiz zum ersten Mal Fussball-Weltmeister. Streller läuft an, der Blick ist konzentriert, die Zunge schnellt von links nach rechts und wieder zurück. Streller schiesst – und trifft. Toooooooooooooooor, die Schweiz ist Weltmeister! Ausgerechnet der 33-jährige Basler, der an der WM 2006 der Penalty-Depp im Achtelfinale gegen die Ukraine war, schiesst die Schweizer Nati zum Sieg gegen Gastgeber Brasilien!“
Benny Epstein

Jetzt kommt’s hart!
Was war schon die Lehre als Treuhändler? Was war schon die Arbeit bei Radio Argovia und TeleM1? Was war schon die Diplomausbildung beim MAZ? Nichts, wenn ich es mit diesem Job vergleiche. Ich bin hoffnungslos überlastet - auf meinem Schreibtisch türmen sich die Blätter. Ich soll einerseits das Administrative erledigen, andererseits immer bereit für die Aktualität sein. Hier noch einen Betrag kontrollieren, da noch eine Redaktionssitzung organisieren. Und wenn dann alles mal reibungslos läuft, hat sicher gerade so ein Journalist seine Sorgfaltspflichten verletzt. Ich bin am Anschlag, als Chefredaktor beim Blick.
Fey Andreas

Die Zukunft des Prints
In fünf Jahren erleben die Printmedien einen regelrechten Aufschwung. Die Menschen nehmen Informationen wieder bewusster auf und verlangen nach Qualität. Die gewünschte Tiefe in der Berichterstattung erreichen nur die Redaktionen nur, indem sie auf auf das Know-how und die Aus- und Weiterbildung ihrer Angestellten setzen. Die Sportlandschaft wird weiterhin mitgeprägt von den Geschichten hinter den Laufzeiten und den erzielten Toren.
Franzen, Oliver

Weggeschnappt
Mein Medienjob in fünf Jahren? Hm. Wenn damit mein Arbeitsplatz gemeint ist, hat ihn mir bis dahin vielleicht jemand weggeschnappt. Gut, das könnte in einem Jahr genauso passieren, bloss: Wenn es in fünf Jahren passiert, dann wär das wohl definitiv meine eigene Schuld. Ich wär wohl zu sehr auf der faulen Haut gelegen, hätte mich nicht weiter entwickelt, den Anschluss verpasst. Deshalb: In fünf Jahren werde ich einen anspruchsvolleren Job auf anspruchsvollere Weise erledigen (müssen und wollen).
Furrer, Patrick

Vor Arbeit kaum retten können
In fünf Jahren sind meine Texte und Artikel in der Medienlandschaft derart populär, dass ich mich vor Arbeit kaum retten kann. Und als freier Journalist mir genau aussuchen kann für wen und vor allem über was ich schreibe. Sämtliche Barrieren, sei es sprachlich oder regional, werden von meinen Texten überwunden.
Tobias Hämmerle

26-jähriger MAZ-Absolvent wird Unterhaltungsleiter des Schweizer Fernsehens
Das Schweizer Fernsehen hat Silvan Hartmann als neuer Unterhaltungschef eingestellt. Der 26-jährige Aargauer geht damit als jüngster Leiter in die Geschichte des mächtigsten Schweizer Fernsehsenders ein. Hartmann absolvierte die Journalistenschule am MAZ in Luzern und arbeitete während vier Jahren als Chefredaktor bei der Aargauer Zeitung. „Ich hoffe, dass ich mit neuen Sendungen das Fernsehen in der Schweiz etwas interessanter gestalten kann und damit die Schweizer Stuben wieder erwecke“, sagte Hartmann auf die Frage nach seinen Zielen.
Hartmann, Silvan

Am Abend flimmere ich über den Bildschirm
In fünf Jahren sehe ich mich als Morgenmoderator bei einem Schweizer Privatradio (vorzugsweise in Zürich). Nebenher moderiere ich auch noch tolle Abendshows beim Schweizer Fernsehen. Das Ganze lässt sich so vorstellen wie der Job von Sven Epiney oder Roman Kilchsperger. Am Morgen sind sie dafür besorgt, dass die Hörer gut in den Tag starten und am Abend sieht am sie am Bildschirm flimmern. In zehn Jahren starte ich mit meiner eigenen Comedy-Late-Night-Show.
Hauser, Matthias

Auf und davon nach Schweden
Nach mehrjährigem Engagement wird mir bei einer renommierten Tageszeitung der Chefposten des Ressorts „Sport“ angeboten. Ich schlage dieses Angebot jedoch aus, wandere nach Schweden aus, schreibe als Freelancer für verschiedene Schweizer Tageszeitungen und Sportmagazine spannende Stories aus der Welt des Sportes, berichte über Schweizer Sportler im Ausland. Bald errege ich auch die Aufmerksamkeit der schwedischen Presse und ergattere mit meinen bereits erlangten Kenntnissen der schwedischen Sprache ein Engagement bei Stockholms beliebtester Tageszeitung.
Manuela Hess

Unaufgeregt informieren
Mein Medienjob in fünf Jahren soll sinnvoll sein. Was heisst das? Ich würde gerne informieren, recherchieren, berichten. Den Medienjob schlussendlich so betrachten, dass es unsere Aufgabe ist oder sein sollte, Informationen zu vermitteln und zu erklären. Das Eine oder Andere in den Medien könnte man streichen – eines sicher nicht. Die News. In welcher Welt leben wir und was geschieht? Mein Medienjob in 5 Jahren wäre vorzugsweise bei der Tagesschau.
Karasek, David

Zielfixiert
Ach immer diese Ziele. Sind nicht gerade wir Medienschaffende Tag für Tag Zeuge dafür, dass sich das Leben eines jeden innerhalb von Sekunden schlagartig ändern kann? Ich weiss noch nicht, wohin mich meine Ausbildung am maz bringen wird, und das ist gut so. Der Weg ist mein Ziel. Ich möchte es schaffen, meine Leidenschaft beim Schreiben zu erhalten, mich in der Medienlandschaft sicher und gekonnt zu bewegen und auch in 20 Jahren noch Freude daran haben.
Limacher Olivia

Zukunft mit Fragezeichen
In fünf Jahren arbeite ich für eine Sonntagszeitung oder für den Bereich Gesellschaft einer der grossen Schweizer Tageszeitungen - sofern denn die Medienwelt die Finanzkrise gut übersteht und es Zeitungen im heutigen Sinn überhaupt noch gibt. Vielleicht hat bis dahin auch der Onlinejournalismus die herkömmlichen Printmedien abgelöst. Auf jeden Fall schreibe ich Porträts über bekannt und weniger bekannte, dafür umso spannendere Persönlichkeiten und habe mir einen Namen als tiefgründige, faire und objektive Journalistin gemacht.
Marthaler Andrea

Endlich „richtig“
In fünf Jahren habe ich es endlich geschafft. Mein Traum ist Wirklichkeit. In spätestens fünf Jahren will ich endlich eine „richtige“ Journalistin sein, die auch als solche einen Vertrag erhält. Wenn alles nach Plan läuft, schreibe ich dann in der Redaktion eines Magazins oder einer grossen Tageszeitung.
Meile, Gabriela

Guten Morgen
Ich habe das MAZ erfolgreich abgeschlossen und meinen Job gewechselt. Ich arbeite nun für ein Privatradio welches mir die Morgenshow angeboten hat. Das Sendelayout wurde neu entwickelt und das Konzept überarbeitet. Ich habe nun endlich einen Comedy-Beitrag in der eigenen Sendung. Viele interessante Gäste kommen um Interviews zu geben. Das Wecken des Sendegebiets ist mein Job denn ich jeden Morgen mit Freude mache. Und ja an das frühe Aufstehen habe ich mich gewöhnt. Jetzt aber Achtung: Die Sendung läuft…
Mettler Michael

5 Jahre sind eine lange Zeit
In fünf Jahren werde ich seit einem Jahr das MAZ abgeschlossen haben. Ob ich dann wohl immer noch bei Radio Basel 1 arbeite? Ob es Basel 1 überhaupt noch gibt, es vielleicht einen neuen Namen hat oder mit einem Konkurrenten fusioniert hat? Mein Medienjob ist auf jedenfall auch in fünf Jahren sicher noch spannend, täglich eine Herausforderung und immer am Puls der Zeit.
Plattner, Stefan

Als Michael Jacksons Nase abfiel
In fünf Jahren bin ich als Redaktor und Autor eines international rennomierten Musikmagazins tätig, als ich unverhofft den Auftrag erhalte erhalte, ein Streitgespräch zwischen den beiden abgehalfterten Musikgrössen Michael Jackson und The artist  formerly known as Prince über die Zukunft der Popmusik zu leiten. Weniger vom Gesprächsinhalt als vielmehr vom spektakulären Ausgang der Diskussion werde ich nach der Pensionierung meinen Grosskindern erzählen – nämlich vom Moment, als Prince auf Jackson losging und im Handgemenge ein Teil von dessen Nase abfiel, einfach so. Der Moment, der mich als Journalist weltberühmt macht.
Ramser Christof

Neugier!
In fünf Jahren spaziere ich noch immer neugierig und mit offenen Augen und Ohren durch die Welt. Freue mich über meine Arbeit als Journalistin, die mich mit den verschiedensten Menschen in Kontakt bringt ─ bekannte und unbekannte, spannende und langweilige ─ und die mich nach wie vor fasziniert. Weil sie jeden Tag anders ist, spannend, abwechslungsreich. Weil ich als Journalistin Geschichten erzählen kann, die es wert sind, erzählt zu werden.
Rau, Simone

Herrscht bald der i-Pod im Pendlerzug?
Es ist schwierig zu sagen, wie die Medienwelt in fünf Jahren aussehen wird. Glotzt dann jeder im Pendlerzug in seinen i-Pod, um das neueste vom Tag zu erfahren? Gibt es dann nur noch Online-Zeitungen? Hoffentlich nicht. Was wäre schon ein Pendlerzug ohne das Knistern der dünnen Seiten und das Austauschen der verschiedenen Gratisblätter und Tageszeitungen unter den Fahrgästen? Die Zeitung wird, so hoffe ich doch, auch in fünf Jahren noch überlebensfähig sein.
Regli, Martina

Der Kulturbund der Sonntagszeitung wird entstaubt.
In fünf Jahren werde ich den Kulturbund der Sonntagszeitung leiten. 2013, nach abgeschlossenem Maz und zwei Jahren in der Funktion des Unterhaltungschefs bei 20 Minuten, habe ich genug von Paris und Britney und zügle mit meiner gesammelten Pop-Kompetenz zwei Stockwerke höher. Den Kulturbund der Sonntagszeitung werde ich entstauben, ihm einen klaren Fokus auf Pop und Film geben – und damit der Publikation zu einem frischen, jungen Feuilleton verhelfen.
Riegg, Niklaus

begeistert
In fünf Jahren werde ich wohl zurückblicken auf eine reiche Zeit: Berauschenden Glückmomenten beim Schreib-Flow, stresserfüllten Tagen mit chronischem Bauchweh und spannenden Begegnungen mit Menschen, die ich ohne den Beruf als Journalistin nie kennen gelernt hätte. Ich werde wehmütig meiner Ausbildung am MAZ nachsinnieren. An die tiefgründigen Gespräche, hitzigen Diskussionen und inspirierenden Stunden, die ich Luzern erleben durfte. Ja, das war eine tolle Zeit, damals war ich schon wissensdurstig und voller Leidenschaft für meine Arbeit. Ja, das will ich sagen können: Ich bin dies immer noch - begeistert!
Roelli, Barbara

Auf Mörderheels zum Elfmeter-Punkt
Die Agenda von Sara Keller bleibt auch im neuen Jahr prall gefüllt. Das 26-jährige Multitalent schreibt ab der Januarausgabe eine monatliche Kolumne für das Lifestyle-Magazin „Glamabelle“ über ihr Leben zwischen den Fussballstadien und Laufstegen dieser Welt. „Sowohl im Sport wie auch im Fashion-Business dreht sich alles um Menschen und ihre Emotionen“, erklärt Keller. „Durch meine Arbeit als Sportjournalistin und Model habe ich Einblick in beide Welten. Vielleicht kann ich durch meine Kolumne ein wenig zur Verständigung zwischen Sportfans und Fashionistas beitragen“.
Sara Keller

Mein Medienjob in fünf Jahren
Acht Uhr Montagmorgen: Mit einem Kaffee in der Hand betrete ich die Redaktion. Müde aber freundliche Gesichter begrüssen mich. Ich gehe zu meinem Schreibtisch, starte den Computer und versuche die Unterlagen der letzten Woche ein wenig zu ordnen - ein hoffnungsloses Unterfangen. Also greife ich zur Zeitung und werfe einen Blick hinein. Mein Redaktionskollege unterbricht meine Lektüre. „Roman, wir brauchen dringendst ein Interview mit Nationalrätin Schmidlin – kannst du das übernehmen“? „Aber klar doch“, antworte ich und greife zum Hörer…
Schenkel, Roman

 

Hüh und hott
Vor fünf Jahren dachte ich noch, Anwaltsassistentin wäre mein Traumberuf. Vor zehn Jahren wollte ich Hebamme werden. Und vor deren 15  Prinzessin. Wonach mir in fünf Jahren sein wird, ist schwer zu sagen. Mein Wunsch? Am liebsten möchte ich Portraits, Glossen und Kolumnen schreiben, den lieben langen Tag lang. Oder im Ausland herumreisen. Oder vielleicht doch nichts von alledem.
Schlegel, Katja

Redaktor im Bundeshaus
In fünf Jahren werde ich die Debatten der beiden Räte verfolgen, das Gesagte lesergerecht aufbereiten und SVP-Bundesrat Ueli Maurer auf den Zahn fühlen. Selbstverständlich werde ich miterleben und darüber berichten, wie die Frau Sommaruga den Züricher Moritz Leuenberger als SP-Bundesrätin ablöst. Ich werde den Leserinnen und Lesern einer grossen Schweizer Tageszeitung erklären, wie die Abläufe im Bundeshaus funktionieren und erläutern, wie es zu verstehen ist wenn Politiker sagen, „es kommen schwierige Zeiten auf uns zu.“
Ich bin politisch sehr interessiert und sehe mich in fünf Jahren als Korrespondent einer grossen Schweizer Zeitung im Machtzentrum der Schweizer Politik in Bern.
Spaeth Sandro

Film, Fernsehen und meine Wenigkeit
Stars aus Film und Fernsehen sowie solche, die meinen ein Teil davon zu sein, stellen sich meinen kritischen Fragen. Regisseure und Autoren freuen sich ob meinen Besprechungen zu ihren neusten Werken – zumindest wenn sie positiv ausfallen. Und in meiner wöchentlichen Kolumne teile ich meine sarkastischen Gedanken zu Hollywood mit der ganzen Bevölkerung. Wunschdenken? Im Moment schon. Aber wer weiss, wies in fünf Jahren aussieht.
Spring, Adrian

Finanzkrise ade
In fünf Jahren ist die Finanzkrise verdaut. Dank den werbewütigen Marketingabteilungen  ist der Stellenabbau bei den Printmedien kein Thema mehr. Die Redaktionen verfügen über ein grosses Budget. Es liegen längere Reportagereisen ins Ausland drin und das Verlagshaus hat im Untergeschoss einen eigenen Wellnessbereich eingerichtet…
Stahel Claudia

Globetrotter
Menschen. Reisen. Am besten beides. Ich sitz im Flieger auf dem Rückweg nach Zürich und feile am Schlusssatz meiner Dokumentation. Drei Monate war ich unterwegs, bin durch die Wälder von Borneo gestreift, zusammen mit einer Gruppe Eingeborener. Auf der Jagd nach der perfekten Reportage. Jetzt freue ich mich erstmal auf ein Fondue. In zwei Wochen gehts weiter nach Australien. In den Haifischkäfig.
Stössel, Andrée

Barcelona, Brüssel, Bombay
In fünf Jahren bin ich in Barcelona, Brüssel, Bombay oder Bergen. Oder sonst irgendwo auf der Welt. Bloss nicht immer im gleichen Land arbeiten. Am liebsten wäre ich Korrespondent. Ich würde über Politik und Wirtschaftsthemen berichten und käme nur zu Weihnachten zurück in die Schweiz. All zwei, drei Jahre ein anderes Land. Ein grandioser Gedanke. Vielleicht bin ich aber auch Leiter einer Redaktion im Ausland, die für Auswanderer aus dem deutschsprachigen Raum berichtet. Nach drei Jahren kehre ich mit meinen Auslanderfahrungen zurück in die Schweiz und gründe mein eigenes Magazin.  
Tresch Harry

Titel
In fünf Jahren möchte als Reporterin arbeiten. Zur Zeit bin ich noch unschlüssig, in welchem Medium ich tätig sein möchte. Während der Zeit am Maz möchte ich diese Frage klären…….
Cinzia Venafro

Schuld war nur der Orangensaft
Mein Medienjob wird in fünf Jahren, egal in welcher Position, vermutlich dieselben existenziellen Fragen aufwerfen wie jetzt. Wie schaffe ich es zum Beispiel, ohne Schlaftabletten, oder ähnliches, um 21h schlafend im Bett zu liegen, damit ich meinen Frühdienst überstehe? Weshalb öffnet Coop Pronto nicht früher? Ist es nun die Säure des Orangesafts, die meine Stimme heute so beeinflusst beim moderieren, oder doch die Tatsache, dass heute Nacht wieder ein Mädchen brutal vergewaltigt worden ist? Wie sieht es denn morgen aus, mit den Temperaturen?
Visentin, Jacqueline

Mein Medienjob in fünf Jahren
“Bundesrat Ueli Maurer ist zurückgetreten! Die Beweggründe dazu, hat er gegenüber “10 vor 10“ verraten. Der Beitrag von Samuel Volken.“ So soll es in fünf Jahren tönen, wenn einer meiner Arbeiten publiziert wird. Doch vorher will ich meine, im MAZ erarbeiteten Sporen, noch in einer grossen Radioredaktion vertiefen. Sei es dies bei den Privaten oder beim staatlichen Sender. Grosse Taten soll man ja gemächlich angehen…
Volken, Samuel

Roger Köppel vom Thron gestossen
Nachdem die Weltwoche in viereinhalb Jahren titelt „La crise existe“, obwohl die Finanzkrise vorbei ist, wird der Chefredaktor Roger Köppel von Presserat und Blick öffentlich denunziert. Meine Wenigkeit wird sich das traditionsreiche Blatt unter den Nagel reissen und es zu alter Stärke führen. Spannende Auslandreportagen, innenpolitisch neutrale Ausrichtung und Themen aus anderen Blickwinkeln werden die Leserzahlen kontinuierlich steigern.
Alex von Däniken

Robbie Williams, Kurt H. Illi und das Luzerner Fussballmärchen
Eintreffen in der Redaktion 07.30 Uhr. Aufschalten des Computers. Kaffee holen. E-Mail Programm starten. Einloggen in Redaktionsmailbox, damit die wichtigen Mails direkt zu mir kommen. Bereite nun den Tag vor. Welche Pressekonferenzen müssen wir abdecken? Welchen Reporter schicke ich wo hin? 09.00 Uhr. Redaktionssitzung. Die Themen des Tages: Robbie Williams zieht nach Luzern. Der FC Luzern feiert den Schweizermeistertitel. Kurt H. Illi will Bundesrat werden, wie er exklusiv bei Radio Pilatus erzählt.
Voney, Veronika

Journalistische Zukunft
News aus dem In- und Ausland, spannende Reportagen, nah am Leben, interessante Portraits von aussergewöhnlichen Menschen – mein journalistischer Alltag in fünf Jahren. Ob für das Fernsehen, Radio oder die Zeitung, ich nutze täglich die Chance, als Journalistin Geschichten aus dem Leben aufgreifen zu können und spannende Persönlichkeiten kennenzulernen. Ich  ermögliche den Lesern, Zuschauern oder Zuhörern auf unterhaltsame Art Neues zu erfahren und Interesse für Probleme, Geschehnisse und andere Menschen zu erwecken.
Wanner Aline

Ich kann gar nicht in die Zukunft sehen…
Nach Fünf Kindern in Fünf Jahren werde ich wohl Teilzeit arbeiten. Bei welcher Firma ist zu diesem Zeitpunkt noch schwer zu sagen, vermutlich aber bei einer Zeitschrift für Eltern. Morgens um vier Uhr stehe ich auf, um Windeln zu wechseln, was bis etwa Sieben Uhr dauern dürfte. Danach setze ich mich an den Computer und versuche verzweifelt etwas aufs Blatt zu kriegen – so wie ich es jetzt tue. Ich hoffe, ich werde dann die Fähigkeit besitzen, viele Zeilen zusammenzubekommen, ohne vom eigentlichen Thema abschweifen zu müssen.
Weber, Ueli

Beobachtungen in der Tiefkühltruhe
Ich bin Auslandkorrespondentin in Moskau.
In einer tiefkühltruhenkalten Januarnacht beobachte ich auf dem Nachhauseweg eine bizarre Szene. Als Augenzeugin gelingt es mir mit dem Handy den Tatort zu filmen. Mit dem gefilmten Material entmachte ich Gazprom und Putin, mache einen Dokumentarfilm und rette die Welt.
Winter Esther

Der Traum rückt näher….
In fünf Jahren dürfte sich die Medienlandschaft noch nicht allzu stark verändert haben. Und das wird wohl auch auf meine Tätigkeit zutreffen. Denn in dieser kurzen Zeit werde ich sicherlich noch keine grossen Karrieresprünge gemacht haben. Nur haben sich mein persönliches Bildungsspektrum, Erfahrungsschatz und Verantwortlichkeitsspektrum erweitert, so dass ich genau dann an einem Schnittpunkt meines Lebens stehe, an dem ich mich endlich auf eine  Auslandskorrespondenz im nahen Osten einlassen kann.
Zysset, Astrid

 

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