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BZ-Lokaljournalismus-Preis für Dozent und Student

Jörg Meier (Aargauer Zeitung), der seit langem am MAZ unterrichtet, und Christian Liechti (Berner Zeitung), Student im neuen MAZ-Masterstudiengang New Media Journalism, wurden Ende 2008 im BZ-Preis für Lokaljournalismus ex aqueo mit Rang 1 geehrt.

Die Jury des BZ-Preis für Lokaljournalismus der deutschsprachigen Schweiz verlieh den 1. Preis ex aqueo an Jörg Meier von der Aargauer Zeitung und an Christian Liechti von der Berner Zeitung BZ. Die Jury der französischsprachigen Schweiz verlieh den ersten Preis an Annick Monod von La Liberté und den zweiten Preis an Serge Noyer von Le Régional. Als Swiss Press Photo des Jahres 2008 wurde ein Bild des freischaffenden Fotografen Charles Ellena ausgezeichnet. Das Bild zeigt Christoph und Silvia Blocher, von Leibwächtern streng bewacht, anlässlich eines SVP-Anlasses im Oktober 2007 in Bern.

BZ-Preis für Lokaljournalismus 2008
Aufgrund der beiden (jeweils) journalistisch herausragenden, jedoch nicht direkt vergleichbaren Arbeiten verlieh die Deutschschweizer Jury den ersten Preis ex aqueo an Jörg Meier von der Aargauer Zeitung und an Christian Liechti von der Berner Zeitung BZ.

Jörg Meier, der als Leiter Regionen bei der Aargauer Zeitung tätig ist, porträtierte in seiner Artikelserie „Das wahre Leben“ Menschen aus dem Lokalbereich. Die in der Sonntagsausgabe der Aargauer Zeitung erschienenen Beiträge sind „sorgsam ausgewählt, faszinierend porträtiert, brillant geschrieben und attraktiv zu lesen“ wie Pius Rieder, Jurymitglied und Chefredaktor des Walliser Boten in seiner Laudatio festhielt.

„Tierquälerei im Kuhstall – Bitte ausmisten!“. Die Beiträge von Christian Liechti zeugen vom Mut und Rückgrat des BZ-Regionalredaktors und bewirkten Nachhaltiges in der Bauernlandschaft Bern. Die Serie, welche die Jury als „hautnah geschrieben, stilistisch treffend formuliert, dramaturgisch aufgegleist und dazu kompetent und ausgewogen kommentiert“ befand, überzeugt sowohl durch den sorgfältig hergestellten Lokalbezug als auch durch ein gefälliges Layout. Die BZ-Stiftung für Lokaljournalismus honorierte die beiden Arbeiten mit einem Preisgeld von je CHF 8'000.00

Die Jury der französischsprachigen Schweiz vergab den mit CHF 10'000.00 dotierten 1. Preis an die Journalistin Annick Monod von La Liberté. In ihrer Artikelserie über das als ausgestorben geltende Freiburger Fleckvieh, erzählt Monod in einer einfachen, jedoch leb- und bildhaften Sprache ein Stück freiburgischer Mikrogeschichte mit all ihren wirtschaftlichen, zoologischen, ethnologischen und selbst konfessionellen Aspekten. Die Jury lobte die Originalität ihrer Gedankengänge, die Qualität der Artikel und vor allem die Seriosität der Recherche.

Der zweite Preis der französischsprachigen Jury geht an Serge Noyer von Le Régional aus Montreux. Mit bewundernswerter Hartnäckigkeit und ausserordentlichem Rechercheaufwand deckte Noyer einen Korruptionsfall in Montreux auf. Dabei scheute der Journalist weder die unvermeidliche Aussicht auf Feinde, noch die Schädigung seines Rufes. Dies, wie auch der Mut einer bewusst regional positionierten Publikation, zu Gunsten der öffentlichen Meinungsbildung heikle Themen anzusprechen, beeindruckte die Jury.

Insgesamt legten 77 Journalisten der deutsch- und französisch-sprachigen Jury des BZ-Preises für Lokaljournalismus 146 Arbeiten zur Beurteilung vor. Sowohl die Zunahme der eingereichten Arbeiten als auch die durchwegs hohe Qualität der journalistischen Beiträge gegenüber den letzten Austragungsjahren wurden in den Schlussberichten der beiden unabhängigen Jurys ausdrücklich erwähnt. Die Jurys werten dies als Zeichen, dass dem Lokaljournalismus wiederum mehr Gewicht und Bedeutung zugemessen wird. Die prämierten Beiträge sind auf www.bzjournalistenpreis.ch einsehbar

 

Preisträger Jörg Meier, MAZ-Dozent

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