«Mein Medienjob in fünf Jahren»
5 Jahre sind genug
In fünf Jahren werde ich Chefredaktorin bei bvmedia sein. Täglich in Pfäffikon ZH ein und aus gehen und ab und zu einen Trip nach Deutschland an die Redaktionssitzungen machen. Mit der Zusammenarbeit mit den Redaktionen in Deutschland werde ich neue Zeitschriften produziert und hergestellt. Nach dem Motto: «Fünf Jahre genügen», werde ich im 2013 dann mal beginnen eine Stelle beim Fernsehen zu suchen.
Anliker, Janine
Knut frisst Paris Hiltons Ex
Schwierig zu sagen, wie die Medienlandschaft in fünf Jahren aussehen wird. Werden die Printmedien, insbesondere die Tageszeitungen langsam aussterben? Wird «Blocher TV» dann direkter Konkurrent des Schweizer Fernsehens sein? Es sieht düster aus. Dann nämlich, wenn das 20min zwei Mal täglich erscheint und der Blick nur noch online berichtet. Mit Schlagzeilen wie: «Eisbär Knut frisst Paris Hiltons Ex». Hallo neue Medienlandschaft. Ich freue mich.
Bättig, Andreas
Grossraumbüro – Fluch oder Segen
In fünf Jahren wird sich an meinem jetzigen Tagesablauf hoffentlich wenig geändert haben. So dass ich nach wie vor nicht vor 9.40 Uhr meine warme Wohnung verlassen muss, um dann langsam bis zum Mittagessen wach zu werden. Nachmittags dann ein paar Recherchen, ein paar Schwätzchen mit den Mädels und einige Fingerübungen.
Mit ein wenig Glück für alle beteiligten stelle ich mich auch beim Seitenlayout ein wenig cleverer an und habe mich an die unselige Erfindung des Grossraumbüros gewöhnt. Eine Einrichtung, die aber zumindest den Schwatz mit den Mädels erleichtert.
Beck, Heribert
Da wo ich in fünf jahren tippen werde
Jetzt, da der erste MAZ-Tag sich dem Ende zuneigt, ertappe ich mich bei ersten anflügen von übermut. Wenn’s so weitergeht, werde ich in fünf jahren garantiert chefredaktor bei einem bedeutenden schweizer medium sein. Nein, kein witz! Dafür wird man/frau am MAZ ja ausgebildet. Von all den charmant kompetenten dozentInnen, mit durchdachten elearning systemen und beziehungen in die hintersten winkel der eidgenössischen medienwelt. Vom guten kaffee in der hauseigenen cafetteria ganz zu schweigen. Die weichen sind gestellt, die zeichen stehen gut und alles andere, als grenzenloser optimismus wäre fehl am platz. Bis in fünf jahren, werden auch die letzten kapiert haben, dass die grossschreibung abgeschafft gehört. Auch in dieser hinsicht bin ich voller zuversicht.
Brun, Lukas
Von Dynamik und so
Lustig: Da reden alle von einem dynamischen und sich stetig wandelnden Journalismus und der nötigen Flexibilität im Berufsalltag. Und dann sollte man sich – ebenfalls dynamisch – «in ein paar Sätzen zum Thema ‚Mein Medienjob in fünf Jahren’» (DAJ-Einführungstag: Kurztext fürs Web) in markigen Worten äussern. Bei welchem Medium, welcher Nische oder in welcher Position ich auch in fünf Jahren landen werde: Da kann und will ich mich nicht festlegen. Was mich vielmehr interessiert sind die Fertigkeiten, welche ich bis in fünf Jahren als Mensch und durch die Ausbildung in diesen «Medienjob» mit- und einbringe.
Demont, Oliver
Nischenplätzchen
Mein Medienjob in fünf Jahren – dazu kann ich mich eher in Form einer Wunschliste, denn in Form eines konkreten Ausblickes äussern: Ich wünsche mir, dass ich in fünf Jahren einen festen Platz im Journalismus gefunden habe, ein thematisches Spezialgebiet für mich erobert habe und stilsicher darüber berichten kann. Dabei möchte ich meinen ethischen und berufsbezogenen Überzeugungen treu bleiben und die Würde der Berichterstattungs«objekte» und die Interessen der Medienkonsumenten gleichzeitig respektieren – auch wenn dies oft einem heiklen Balanceakt gleichkommt.
Emmenegger, Nicole
Die Tiefe finden
In fünf Jahren beschäftige ich mich lange und ausgiebig mit verschiedenen Themen. Beispielsweise begleite ich Personen über eine längere Zeitspanne hinweg, picke wichtige Details heraus und produziere eine spannende Reportage über sie. Ich möchte aber auch brisante Sachthemen durchleuchten, mit dem genauen Wissen, wann ich mich aufs Glatteis begebe und wann nicht. Gerne reise ich für diese Geschichten weit umher. Ich lasse mich gerne von fremden Umgebungen inspirieren und schlage mich auch mit einer gewissen Leichtigkeit mit mir gesetzten Hürden um. Vielleicht beginnt die Zeit der Tiefe erst in fünf Jahren aber, aber so sehe ich meinen Traummedienjob für die Zukunft.
Engelhardt, Franziska
Mitten drin
«Wahnsinn, die Schweizer Skirennfahrer dominieren die Lauberhornabfahrt in Wengen von A bis Z. Die Routiniers Berthod, Albrecht und Zurbriggen sind auf allen Streckenabschnitten die Besten». In fünf Jahren bin ich mit einem Reportageteam hautnah dabei, wenn unsere Skiasse in Wengen für Schlagzeilen sorgen, begleite sie in den Vorbereitungen auf ihr Rennen, den letzten Sekunden vor dem Start, Emotionen für die Zuschauer zum «Anfasse»“.
Eggenberg, Lukas
Irgendwo in der Welt
In fünf Jahren werde ich vielleicht die Medien über die Relevanz von entwicklungspolitischen Themen sensibilisieren. Ich könnte mir auch vorstellen, irgendwo in einem Entwicklungsland als Korrespondent zu arbeiten und über die lokale Zivilgesellschaft sowie über politische Ereignisse zu berichten.
Fähndrich, Marco
Zukunftsmusik
Mein Lebensplan ‑ den ich mit meinen 29 Jahren schon seit zehn Jahren fest im Griff habe ‑ sieht vor, dass ich in fünf Jahren beim Magazin des Tagesanzeiger oder im Ressort Gesellschaft bei einer der beiden grossen Deutschschweizer Sonntagszeitungen angestellt sein werde. Alternativen sind keine eingeplant, das schützt vor unliebsamen Überraschungen. In Wirklichkeit hoffe ich, dass in der stark dem Wandel unterworfenen Schweizer Medienlandschaft bis in fünf Jahren weiterhin Platz für Qualitätszeitungen sein wird und natürlich, dass ich als Redaktorin eine interessante und anspruchsvolle Position inne haben werde – vielleicht mit einem Nebenjob als Reisejournalistin für Geo.
Hofmeier, Pascale
Start in eine neue Ära des Schweizer Fussballs
Als Fussballexperte der Blick-Sportredaktion decke ich die Machenschaften und krummen Geschäfte der Schweizer Fussballverbandsspitze auf. Die Sesselhocker Lämmli und Slozower müssen endlich ihren Posten räumen. Der Verband wird neu strukturiert, die Posten mit jungen, zeitgetreu denkenden Funktionären besetzt. Eine neue Ära im Schweizer Fussball beginnt. Also meine Herren Lämmli/Slozower: Ihre Tage sind definitiv gezählt!
Inguscio, Sandro
Zwei Höllenhunde jaulen durch den Äther
In fünf Jahren moderiere ich zusammen mit Bananenflanke-Autor Chris von Rohr eine wöchentliche Sendung über «Rock und die Welt». Unser Studio befindet sich direkt im Herzen von Zürich, gleich neben dem Sofa in meinem WG-Wohnzimmer in Zürich-Wollishofen. Mit viel Witz und Charme senden alle Privatstationen unsere in Doppelmoderation präsentierte Megakiste «Rock und die Welt». Gerne laden wir dazu Bands wie The Rolling Stones oder Wahnsinnsinterpreten wie Hansi Hinterseer ein, letzterer muss aber selbst um Snacks und Bier besorgt sein.
«Rock um die Welt», für alle und niemanden, frisch und frech direkt aus der guten Stube in Eure Gehörgänge! Und jetzt lieber Chrisi-Bär: «Schüüüss d’Flanggä»!
Juen, Marcel
Wunder gibt es immer…
In fünf Jahren mache ich zusammen mit Reeto von Gunten die DRS 3-Morgenshow am Sonntag. Allerdings werden wir frühestens um neun Uhr statt um sechs Uhr beginnen. An den anderen Tagen der Woche schreibe ich meine beliebten Kolumnen, um die ich von namhaften Blättern aus der ganzen Welt angebettelt werde. Ab und zu gibt es im TV eine Show, die eindeutig nach mir als Moderatorin schreit, das ist ganz gut für meinen Bekanntheitsgrad. Einmal im Jahr schreibe ich eine grosse GEO-Reportage zu einem spannenden Hintergrund-Thema. Auf der Strasse werde ich täglich erkannt, um Autogramme und gemeinsame Fotos angefragt. Die Leute lieben an mir, dass ich so bescheiden bin.
Jordi, Leandra
Das Ende der Monarchie
In fünf Jahren korrespondiere ich für die Neue Zürcher Zeitung in Thailand. Während der Berichterstattung genehmige ich mir bei 30 Grad im Schatten einen Cocktail. Ich bin an einer heissen Story dran. Das Oberhaupt in Thailand wird neuerdings von der Bevölkerung gewählt. Bumiphol hat ausgedient, es lebe die Demokratie!
Kaiser, Martina
Neuer Rekord
Heute hat die neue Diplomausbildung Journalismus am MAZ in Luzern begonnen. Rekordverdächtige 49 neue Studierende nimmt die Journalistenschule in diesen Lehrgang auf. Mehr als je zuvor. Darunter auch mich. Der Lehrgang wird mich meinem Etappenziel ein grosses Stück näher bringen, noch bessere Texte für ein breites Publikum zu produzieren. Über allem steht mein Wunsch, als Autojournalist Testfahrten in den schönsten Gegenden der Welt journalistisch zu begleiten.
Landis, Marc
Abenteuer Job
Noch fünf Jahre und dann werde ich ungebunden durch die Welt ziehen. Immer begleitet von Freund Lappi – treuer Garant fürs benötigte Kleingeld. Lappi lässt sich geduldig die Zeilen einhämmern und sorgt dafür, dass meine Auftraggeber diese auch erhalten. Multimedia sei Dank. Immer weiterziehen heisst die Devise. Und wenn ich dazu Lust habe, bleib ich auch mal länger am selben Ort.
Loeliger, Katharina
Nachrichten zum Frühstück – Mein Medienjob in fünf Jahren
08.01.2013, 04:38, Radio X, der sda-Newsticker ist offen, auf dpa werden gerade die neusten O-Töne zum Wahl des neuen Bundeskanzlers (der auch weiblich sein kann!) hochgeladen, Teletext flimmert vom Bildschirm, der Reporter kommt herein: «habe dir den Bericht über den Grossbrand um 05:00 Uhr fertig» und startet seinen PC, meiner ist schon lange warm und darauf sind bereits verschiedene Dokumente geöffnet – das wichtigste: meine 05:00-Nachrichten.
Locher, Katharina
Mein Job in fünf Jahren
Welche Arbeiten erledige ich heute und welche in fünf Jahren? Heute besteht meine Haupttätigkeit darin, Themen zu suchen, Texte zu schreiben oder zu redigieren und für die Zeitung mit Foto aufzubereiten. Die Medienwelt befindet sich in einem raschen Wandel. Texte zu schreiben wird sicherlich ein wichtiger Punkt bleiben, die Frage ist nur: in welcher Umgebung? Wird es die herkömmlichen Zeitungen, wie wir sie heute kennen, auch in fünf Jahren noch geben?
Muntwiler, Philipp
In fünf Jahren bin ich immer noch jung und knackig
Die besten Voraussetzungen für meinen Medienjob in fünf Jahren werde ich bis 26 hoffentlich in der Tasche haben. Denn dann fängt das selbstständige Leben erst richtig an! Mit 23 Jahren ist der Auszug aus Mamas Hotel angesagt, und dann geht es auf Reisen. Drei Jahre im Ausland sind genug Zeit um Sprachen zu lernen und zu wissen, was es in der Welt für Sehenswürdigkeiten gibt. Nun werde ich bereit sein für den Traumberuf als Reise-Moderatorin bei Vox-Tours. Den Menschen das Strand-, Stadt- oder sogar das Buschleben näher bringen fände ich furchtbar aufregend!
Naef, Vanessa
Sportreporter auf Zack
Der Job ist mitnichten einfach – als Sportreporter muss man ständig auf Achse sein. Der Beruf ist zwar nicht direkt Sport für den Körper, dafür aber umso mehr für den Geist. Je schneller, desto besser heisst die Devise. Viel Erholungszeit gibt es nicht, genauso wie beim Spitzensport selber. Leider gehen so oftmals die Wochenende flöten. Im Sommer rollt das runde Leder. Aktuelle Berichtserstattungen aus dem Stadion sind für mich Pflicht. Darin verbirgt sich auch eine sehr grosse Verantwortung, spreche ich doch Tausende von Lesern an. Im Winter geht’s aufs glatte Eis, die schnelle Schanze runter oder haarscharf um die Pisten-Tore herum. Zum Glück muss ich mich nicht selber auf das ungewohnte Terrain begeben. Eine Bruchlandung wäre wohl kaum zu vermeiden. Dafür gilt umso mehr: hautnah und erlebnisstark berichten, also triebe man den Wintersport tatsächlich selber.
Perrenoud, Julian
Hab ich die Chance gepackt?
Vielleicht werde ich in fünf Jahren an den Moment zurück denken, als ich in einem nicht allzu gut geheizten Klassenzimmer, meinen ersten Tag am MAZ verbrachte. Jung, ungestüm und voller Tatendrang. Werde ich das auch noch in fünf Jahren sein? Die Tage voller Pläne und Ideen. Ich hoffe es. Wissen tu ich es nicht. Ich hoffe ich werde die Chance, die von Seite des MAZ erhalten habe, gepackt haben und etwas daraus gemacht haben.
Riklin, Fabienne
Früher war alles besser
Wir feiern die Wiederauferstehung des Fotoreporters. Bild- und Textberichterstattung bilden wieder eine nicht-reduzierbare Einheit. Dazu ein bisschen Gonzo-Journalism in homöopathischen Dosen und ehrliche Standpunktvertretung statt unerreichbarer Objektivität. Ein Anachronismus zwar, aber ein netter.
Ruchti, Balz
Das Konzept schon in der Schublade
Ein eigenes Textatelier – ein Traum, der mich nicht mehr loslässt. Und so werde ich ihn mir erfüllen. Das braucht Mut, Durchhaltewillen und Kreativität. Ich nehme die Herausforderung an. Denn Freiheit und Unabhängigkeit sind wertvoll bei der journalistischen Arbeit, für mich ganz besonders, denn ich möchte meine Ideen ausleben und realisieren. Ich möchte etwas bewegen, eine neue eigene Zeitung lancieren. Das Konzept dafür ist bereits in der Schublade, ich arbeite laufend daran, verändere, füge hinzu, halte fest, was ich beobachte. Gutes wird aufgenommen, Schlechtes wird überdacht und lösungsorientiert formuliert. Ich habe einiges vor. Ich gebe mir Zeit, aber bleibe dran. Mit wachen Sinnen und viel Motivation.
Szabo, Janosch
Bunte Zukunft hinter dem Labyrinth
Mein erster Tag am MAZ – tausend Informationen, tausend Möglichkeiten. Alles greifbar nah, und doch noch nicht nah genug. Ich stehe da ohne Job und muss mich im neuen Labyrinth zurechtfinden lernen. Aber in fünf Jahren werde ich meine eigene Kreativ-Chefin sein! Ich werde unterhaltsame Artikel über die internationale Politik und die gesellschaftspolitischen Themen schreiben, der grauen Bürokraten-Politik der EU Farbe geben und die Gesichter der stolzen Machthaber zum Erblassen bringen.
Steinbauer, Maria
«Sportfanatiker»
Wir schreiben das Jahr 2013. Nach meiner MAZ-Ausbildung, die ich erfolgreich abgeschossen habe, arbeitete ich ein weiteres Jahr bei Radio Ri, das später in FM1 umgetauft wurde. Durch mein Können und meine Erfahrungen, sind auch andere Radiostationen auf mich aufmerksam geworden. So erhielt ich ein Angebot von «Radio Zürisee» und «Radio Grischa». Diese waren beide eifrig auf der Suche, nach einem Sportredaktor. Ich entschloss mich das Angebot von Grischa anzunehmen und bin seit dem 4. Januar 2011 Leiter der Sportabteilung. Die Arbeit nimmt mich voll in Anspruch und gefällt mir sehr gut. Mein Team, das aus 3 weiteren «Sportfanatikern» beseht, kümmert sich um alle Sportveranstaltungen aus den ganzen Kanton Graubünden. Dazu gehören sowohl Skirennen als auch Fussballspiele.
Rothmund, Manuel
Regina und die Medienwelt
Mein Medienjob in fünf Jahren wird immer noch bei einem Radio sein. Doch nicht bei einer kommerziellen Station. Am liebsten sehe ich mich als Moderatorin einer eigenen Sendung bei FM4 in Wien. Ich weiss, ein hohes Ziel.
Falls ich aus irgendeinem Grund ins Medium TV wechsle, dann sehe ich mich bei einem Musik-TV Sender, aber nicht unbedingt vor der Kamera. Vielleicht als Open Air Scout? Wer weiss.
Reise-Journalistin wäre eine gute Alternative, falls dies mit FM4 oder dem Open Air Scout nicht klappen würde.
Auf jeden Fall etwas Kulturelles vielleicht auch ab und zu Alternatives. Und was mir ebenfalls wichtig ist: Genügend Zeit und vor allem Raum um Beiträge, Reportagen, Portraits etc. zu bewerkstelligen.
Schlatter, Regina
Weltwoche – Kolumnist
Mit dem MAZ-Diplom in den Händen war es ein Leichtes. Die Berufung zum Kolumnist im inzwischen Köppel-freien Magazin fiel mit dem Neujahr 2013 zusammen. Meine wöchentliche Schreibe fesselte die Leserschaft. Viel Witziges aus Kultur, Politik und Gesellschaft war darin versammelt. Die erstaunliche Karriere vom einstigen Volontär des Zofinger Tagblatts zum gefragten Medienmann wurde gar verfilmt.
Stillhart, Thomas
Zukunftsmusik
In fünf Jahren haben meine Augenringe - dank den vielen Frühschichten - einen Stammplatz in meinem Gesicht und das erst noch am Fensterplatz, sozusagen. Die Beziehung zu meinem Traummann ist wegen der ach so flexiblen Arbeitszeit schon vor ein paar Monaten in die Brüche gegangen. Freunde und Familie sehe ich kaum noch, da ich mich an den Wochenenden meistens den Radiohörern widme und nicht meinen Lieblingsmenschen. So düster und unheilvoll will mir die Zukunft aber doch nicht ausmalen. Da mein Liebster auch ein Radiomensch ist, sind lange Erklärungen für durchgeackerte Wochenenden und Feiertage überflüssig, zumindest meistens. Und glücklicherweise kommen ja auch andere Redaktoren in den Genuss, die Mucke im Radio und nicht im Club zu haben. Und gegen Augenfalten hilft ja Botox. Wenn einem das natürliche Lächeln am Allerwertesten vorbeigeht.
Thelly, Reena
Mein kleiner Steckbrief in 5 Jahren:
Name: Sereina Venzin
Beruf: Direktorin SRG idée suisse
Philosophie: Was nichts nützt, schadet nicht
Fünf Jahre Unterschied
Ich sitze in einem kleinen Büro. Rund herum sind Pflanzen und direkt vor mir flimmert der Computer-Bildschirm. Wenn ich mich nach rechts drehe, sehe ich den Fernseher. Der Ton ist abgestellt und in bunter Schrift leuchtet der Teletext. Auf der anderen Seite steht ein kleines Radio-Gerät, das nur ganz leise vor sich hin murmelt. Auch in fünf Jahren werde ich wohl in einem solchen Büro sitzen. Aber, auch wenn die Bedingungen der Arbeit sich in fünf Jahren nicht wesentlich geändert haben werden, werde ich eine andere sein. Ich werde eine gestandene Journalistin sein.
von Ow, Diana
On Air in English please
Die Ausbildung am MAZ liegt nun drei Jahre schon zurück. Seither hat sich in meinem beruflichen Leben viel verändert. Ich arbeitete noch ein paar Monate in meinem Radio. Bis ich mir dann dachte, ich könne meinen Onkel in Melbourne besuchen. Ein kurzer Anruf, ein Flugticket später, Gespräche mit dem Chef und da war ich. Im Flugzeug Richtung Melbourne. Mein Onkel arbeitet dort in einer lokalen Radiostation. Wobei man ja in einer Metropole wie Melbourne den Ausdruck «lokal» nicht mehr sagen kann. Er hat mir ein Volontariat bei seiner Radiostation versprochen. Meine Englischkenntnisse sind zu diesem Zeitpunkt verrostet, dies würde sich aber nach den Worten meines Onkels schnell wieder werden. Ich schnupperte in der Radiostation, es gefiel mir super! Die Arbeitstechniken waren mir noch sehr fremd, aber es war spannend! Und mein Englisch verbesserte sich stets. Mein Stage zog sich in die Länge, ich durfte teils auch Live-Sendungen übernehmen, die Hörer fanden es immer lustig, «The Swiss Girl» und fanden meine englischen Versprecher «cute». Heute bin ich immer noch in Melbourne. Zurzeit mache ich aber für die Radiostation eine Reise quer durch das Zentrum. Es soll ein Erlebnisbericht werden… Ich denke noch oft zurück an die Schweiz. Vielleicht geht’s ja mal wieder zurück. Und dann sag ich bestimmt im MAZ hallo!
Zumofen, Andrea |
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