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Studie zu «Citizen Journalism» von MAZ/HSW-Absolvent

Schweizer Medien erschliessen mit dem neuen Bürgerjournalismus wertvolle Quellen und verstärken damit die Leserbindung. Experten geben diesem Medientrend Potenzial – warnen aber gleichzeitig vor dessen Gefahren. Dies zeigt eine im Auftrag des MAZ Ende 2007 verfasste Diplomarbeit.

Citizen Journalism – also der Einbezug von Amateuren in die Berichterstattung etablierter Medien – gewinnt auch in der Schweiz zunehmend an Bedeutung: Immer mehr Regionalzeitungen springen auf den Leserreporter-Zug auf, den hier «Blick» und «20 Minuten» ins Rollen gebracht haben. In der Schweiz beteiligen sich die Leser vor allem mit Bildern an der Berichterstattung; Textbeiträge sind eher selten. Für die Leserreporter selbst ist die Publikation ihrer Bilder wichtiger als die Bezahlung; durchschnittlich erhalten sie pro Beitrag etwa 75 Franken von den Medien. Für diese ist Citizen Journalism ein Instrument der Quellengewinnung und Leserbindung, welches sie sehr ernst nehmen und als zukunftsträchtig ansehen, jedoch meist noch zu wenig bewerben. Noch ist die Partizipation der Leser am Inhalt einer Publikation ein Experimentierfeld – dessen Potenzial nach oben offen ist.

Die einen halten Citizen Journalism für eine Bedrohung des Qualitätsjournalismus - andere sehen darin eine Entwicklung mit grossen Perspektiven: «Über kurz oder lang muss sich jedes Medium mit Bürgerjournalismus auseinandersetzen», meint Finn Canonica, Chefredaktor des «Magazins». Dies bestätigen die Experten von der Basis. Der Autor der Diplomarbeit, Adrian Müller, Diplomand in Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Wirtschaft HSW Luzern (und Teilnehmer eines Vertiefungsstudiums am MAZ), führte neun qualitative Interviews mit den zuständigen Medienschaffenden von «20 Minuten», «Blick», dem Schweizer Fernsehen und anderen Medien durch und beleuchtete zahlreiche Beispiele. Die mit der Höchstnote bewertete Arbeit umfasst 73 Seiten.

Download (PDF/ 2,2 MB)

Der Autor, der Berner Adrian Müller (Jg. 1983), arbeitete während dem Studium in Wirtschaftskommunikation an der HSW Luzern und am MAZ als Redaktor bei Studentenzeitschriften und als freier Journalist.

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