MAZ-Dozententag zur Bildungsreform
Der Dozententreff der Schweizer Journalistenschule stand ganz im Zeichen von «Bologna». Rund 30 MAZ-Dozierende wurden vom Bildungsexperten Hans Zbinden in die Hintergründe und die Vorgeschichte der europäischen Bildungsreform eingeweiht.
Für Zbinden ist Bologna eine Hochschulreform, die vom Himmel fiel. Die Schweiz macht dabei mit - ohne je das Volk oder ein Parlament dazu befragt zu haben.
Etwas bodenständiger beurteilten Direktbetroffene die Reform am MAZ. Das Studium in der Diplomausbildung sei heute strukturierter als früher und biete international eine höhere Mobilität, sagte Studienleiter Rolf Wespe.
Die Sicht der Dozierenden vertrat Thomas Kropf - für ihn ändert sich kaum etwas an seiner Aufgabe, die Studierenden in einem bestimmten Thema zu schulen und zu prüfen. Annette Müller verglich als aktive Studentin die ECTS-Punkte mit den Coop-Superpunkten - mit beiden kann sie nicht wirklich etwas anfangen. Auch wünschte sie sich weniger Noten, dafür individuellere Text-Besprechungen.
Nach dem Austausch über Bologna rundete ein herbstliches Abendessen den Anlass vom 20. Oktober 2006 ab. Störkoch Simon Kraft von der Kostgeberei in Luzern bewies, dass er als ehemaliger Ucliva-Koch nichts von seiner Originalität eingebüsst hat. Und wiedereinmal sorgte MAZ-Dozent Heinz Däpp mit seinen beliebten Dialekt-Kolumnen für Lacher.
Zu den Auswirkungen der Reform auf den MAZ-Unterricht haben wir die wichtigsten Punkte zusammengestellt.
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